OECD
Internationaler Migrationsausblick 2010
Der Internationale Migrationsausblick der OECD geht für Deutschland im Jahre 2010 davon aus, dass für internationale
Studierende das Land als Arbeitsort zunehmend attraktiv ist. Die Arbeitslosigkeit bleibt bei Migranten dennoch deutlich
höher als im Inland Geborene.
Zusammenfassung in deutscher Sprache:
- Die internationale Migration steht trotz des mit dem Wirtschaftsabschwung zusammenhängenden Rückgangs
der Arbeitskräftenachfrage weiter ganz oben auf der Politikagenda der OECD-Mitgliedsländer. Im jährlich
erscheinenden International Migration Outlook werden die Entwicklungen im Bereich Wanderungsbewegungen
und Migrationspolitik in den OECD-Ländern untersucht. Dabei wird analysiert, welchen Beitrag die Zuwanderung
zur Veränderung des Umfangs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den vergangenen zehn Jahren geleistet
hat und welche Rolle die projizierte Zuwanderung für das Wachstum der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in
den kommenden zehn Jahren spielen wird. Besonderes Augenmerk richtet der Bericht ferner auf die ausländischen
Studierenden, wobei u.a. ein erster Versuch unternommen wird, den Anteil dieser Studierenden zu berechnen, der
nach Abschluss des Studiums im Aufnahmeland bleibt.
- Darüber hinaus werden in dieser Publikation die wichtigsten Änderungen in der Zuwanderungspolitik untersucht,
darunter neue Gesetze zur Regelung des Zuzugs, Aufenthalts und Arbeitsmarktzugangs von Migranten. Dabei
wird insbesondere auf die selektive, an Arbeitsmarkterfordernissen und Punktesystemen ausgerichtete Anwerbung
von Zuwanderern sowie auf Maßnahmen zur Erleichterung der Integration von Migranten eingegangen. Genauer
analysiert wird zudem die internationale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Grenzkontrollen und zur
Bekämpfung der illegalen Zuwanderung.
- Gegenstand der Untersuchung sind ferner die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Arbeitsmarktergebnisse
der Zuwanderer unter Berücksichtigung von Geschlecht, Beschäftigungssektoren und unterschiedlichen
Vertragstypen sowie die Dynamik der demografischen Entwicklung der im Inland und der im Ausland geborenen
Bevölkerung während des Betrachtungszeitraums.
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