Sie befinden sich hier: Startseite -> Sachstand 06.07.2009

OECD Migrationsausblick

Weiter Arbeitsmigration ermöglichen.

Die OECD hat am 30.06.2009 ihren Migrationsausblick 2009 vorgestellt. Die derzeitige Wirtschaftskrise verursacht danach den größten Rückgang der Arbeitsmigration in die OECD-Länder seit den 1980er Jahren. Am stärksten betroffen sind diejenigen Staaten, bei denen die Krise früh einsetzte, zum Beispiel Länder wie Irland, Spanien und England. Aus dem Bericht ergibt sich auch, dass Migranten stärker von dem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Staaten betroffen sind als andere Arbeitnehmer. So betrage die Arbeitslosenquote in Spanien bei den Arbeitnehmern ohne Migrationshintergrund 15%, während bei Migranten ein Prozentsatz von 27% festgestellt wurde. OECD Generalsekretär Gurria forderte anlässlich der Präsentation des Berichts eine bessere Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt.

Die Wirtschaftskrise führe zu einer restriktiveren Einwanderungspolitik in den OECD-Staaten. Während in einigen Staaten die Anzahl der erteilten Einreisegenehmigungen für Arbeitsmigranten sanken, führten andere Förderprogramme zur Ausreise arbeitsloser Migranten ein.

Wegen der Alterstruktur der Bevölkerung in den OECD-Staaten schlägt der Bericht ein Programm zur Steuerung der Arbeitsmigration vor, mit dem der Arbeitskräftebedarf besser befriedigt wird und irreguläre Migration sowie Schwarzarbeit reduziert oder in legale Migration überführt wird.

Nach Meinung von Generalsekretär Gurria sei Einwanderungspolitik kein Instrument, das jederzeit umgesteuert werden kann. Eine gerechte Migrationspolitik müsse gewährleisten, dass sowohl in wirtschaftlich prosperierenden als auch in Zeiten des Abschwunges Migration ermöglicht wird. Ferner müsse gewährleistet werden, dass sowohl die Ziel- als auch die Herkunftsländer der Migranten von den Wanderungsströmen profitieren.

 

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bobby proved