Sie befinden sich hier: Startseite -> Sachstand 17.09.2008

England

Durch Schlupfloch zur britischen Staatsangehörigkeit.

In England können irreguläre Migranten eine Gesetzeslücke nutzen, um die britische Staatsangehörigkeit zu erhalten. Dies berichtet die Zeitschrift Daily Telegraph in ihrer Onlineausgabe. Die Eheschließung im Rahmen einer kirchlichen Zeremonie der Kirche von England führe zum Erwerb der Staatsangehörigkeit. Das Blatt zitiert aus einer vertraulichen bischöflichen Nachricht an die Klerikalen, in der vor dem Eingehen von Scheinehen gewarnt wird. Die Anzahl der Scheinehen sei in einigen Diözesen in den letzten vier Jahren um 400 Prozent angestiegen. Landesweit sei die Zahl der kirchlichen Eheschließungen mit Ausländern "dramatisch" angestiegen.

Ein Sprecher der Kirche von England betonte, viele seiner Kolleginnen und Kollegen würden von Einwanderern über die Motive der Eheschließung getäuscht und betonte die Notwendigkeit einer verstärkten Kontrolle.

Während für das Eingehen einer Hochzeit mit einer sich nicht rechtmäßig aufhaltenden Person nach staatlichem Recht eine Erlaubnis erforderlich ist, sei dies bei kirchlichen Eheschließungen in England nicht der Fall.

Die Konservative Partei Englands äußerte sich besorgt darüber, dass die Einwanderungskontrollen des Landes so einfach umgangen werden können und forderten die Regierung auf, strengere Regelungen zu schaffen.

 

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