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Migrationsbericht 2008 der OECD

Die Zukunft erfordert eine maßgeschneiderte Einwanderungspolitik.

Nach Meinung der OECD sollten die Mitgliedstaaten ihre Politiken der Arbeitsmigration stärker an künftige Anforderungen anpassen. Dies gelte für alle Bereiche der Wirtschaft und sowohl für die Zuwanderung qualifizierter als auch weniger qualifizierter Fachkräfte. Dies rät die OECD den Mitgliedstaaten anlässlich der Vorstellung ihres Migrationsbericht für das Jahr 2008 (International Migration Outlook 2008).

Viele OECD-Staaten versuchen, die Einwanderung wenig qualifizierter Arbeitnehmer über vorübergehende Einwanderung zu regeln. Im Jahre 2006 reisten 2.500.000 wenig qualifizierte Arbeitskräfte in den OECD-Raum ein. Dies ist die dreifache Zahl der Arbeitnehmer, die auf Dauer einreisten. Viele der vorübergehend einreisenden Arbeiter werden durch Firmen entsandt, kommen im Rahmen von Austauschprogrammen oder waren Wanderarbeiter.

Die vorübergehende Zulassung zum Arbeitsmarkt sei jedoch nach Auffassung von OECD-Generalsekrätär Angel Gurria der falsche Weg. Zwar funktioniert vorübergehende Migration in Bereichen wie Tourismus und Erntehelfern, es gebe jedoch einen dauerhaften Bedarf an gering qualifizierten Arbeitskräften in anderern Sektoren, wie in den Bereichen Haushaltshilfen, Essenszubereitung oder in der Baubranche.

Der Report analysiert darüber hinaus, dass Rückkehrhilfenprogramme nur von geringer Wirksamkeit sind. Eine Anzahl von 20 - 50 Prozent der Migranten verlassen das Aufnahmeland in den ersten fünf Jahren nach Einreise. Der Entschluss zur Rückkehr wird meist spontan gefasst, um individuelle, familiäre Ziele im Heimatland zu verfolgen oder dort einen Arbeitsplatz anzutreten.

Der Bericht stellt weiter einen Trend zur stärkeren Auswahl der Migranten fest. Während irreguläre Einwanderung bekämpft wird, sollen die Zahlen der qualifizierten Einwanderer zunehmen.

 

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