Sie befinden sich hier: Startseite -> Sachstand 03.06.2008

EU-Visumverordnung

Abschaffung der Visumpflicht für Bosnien und Herzegowina

EU-Kommissionsvizepräsident Jacques Barrot, zuständig für Justiz, Freiheit und Sicherheit, hat mit Bosnien und Herzegowina Gespräche über die Abschaffung der Visumspflicht aufgenommen. Dabei soll geklärt werden, unter welchen Bedingungen die Visumspflicht für die Bürger des Landes bei der Einreise in die Europäische Union wegfallen kann. Die EU wird Bosnien und Herzegowina politisch und finanziell unter die Arme greifen, um die entsprechenden Voraussetzungen hierfür zu schaffen.

"Die Europäische Union stellt damit sichtbar unter Beweis, dass sie das gemeinsame Ziel der Freizügigkeit für alle Bürger von Bosnien und Herzegowina in die Tat umsetzen will", erklärte Kommissionsvizepräsident Barrot bei der Eröffnungsveranstaltung. EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn fügte hinzu: "Ich freue mich über die Aufnahme der Gespräche über die Abschaffung der Visumspflicht für die Bürger aus Bosnien und Herzegowina. Speziell die jüngere Generation wird froh darüber sein, weil sie dank der Freizügigkeit die Europäische Union aus erster Hand kennen lernen kann. Visumfreies Reisen ist außerdem von zentraler Bedeutung für die Geschäftswelt und somit für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Land."

Seit 1. Januar 2008 gelten für die Bürger von Bosnien und Herzegowina aufgrund eines Abkommens mit der Europäischen Union bereits Visaerleichterungen. Für weite Bevölkerungskreise wie Studenten, Sportler und Sportlerinnen, Kulturschaffende, Journalisten, Menschen, die ihre in der EU wohnhaften Familienangehörigen besuchen möchten oder medizinische Hilfe benötigen, oder Wirtschaftsteilnehmer, die mit in der EU ansässigen Unternehmen zusammenarbeiten, ist die Erlangung eines Einreisevisums damit sehr viel einfacher geworden.

Hintergrund

Am 28. Januar 2008 hat sich der Rat der Europäischen Union durchweg positiv zu dem Vorschlag der Europäischen Kommission geäußert, in der Visumfrage mit den westlichen Balkanländern Gespräche aufzunehmen, und sich bereit erklärt, das Thema auf der Grundlage der Kommissionsmitteilung zu den westlichen Balkanländern zu vertiefen. Seither hat die Kommission bereits mit Albanien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien Gespräche über die Abschaffung der Visumspflicht aufgenommen. Damit Rat und Kommission die Fortschritte bei den erforderlichen Reformen genau verfolgen können, soll für die einzelnen Länder der Region eine detaillierte Roadmap ausgearbeitet werden, in der die Eckpunkte auf dem Weg zur Visumfreiheit verzeichnet sind.

Bereits seit dem 1. Januar 2008 genießen die Bürger von Bosnien und Herzegowina Visaerleichterungen. Für weite Bevölkerungskreise wie Studenten, Sportler und Sportlerinnen, Kulturschaffende, Journalisten, Personen, die ihre in der EU wohnhaften Familienangehörigen besuchen möchten oder medizinische Hilfe benötigen, oder Wirtschaftsteilnehmer, die mit in der EU ansässigen Unternehmen zusammenarbeiten, ist die Beantragung und Erlangung eines Visums sehr viel einfacher geworden. Das Abkommen über Visaerleichterungen sieht unter anderem auch eine Senkung der Visumgebühren (von 60 auf 35€), die Ausstellung von länger gültigen Mehrfach-Einreisevisa sowie kostenlose Visa für Kinder und Ruhegehaltsempfänger vor.

 

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bobby proved