Sie befinden sich hier: Startseite -> Sachstand 10.10.2007
Fast überall in der Welt befürwortet eine Mehrheit aus Angst um ihre Arbeitsplätze eine Begrenzung von Einwanderung in ihr Land. Das ergab eine internationale Umfrage des Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew in 46 Staaten und den palästinensischen Autonomiegebieten. Demnach gibt es nur in Südkorea und den palästinensischen Autonomiegebieten eine Mehrheit gegen eine strenge Limitierung von Einwanderung. In Japan gab es dazu eine Pattsituation.
«In vielen Teilen der Welt sehen Menschen Einwanderung als destabilisierend», sagte Pew-Präsident Andrew Kohut am 04.10.07, der die im April und Mai erstellte Umfrage leitete, bei der 46.239 Personen befragt wurden. «Sie machen sich Sorgen um ihre Arbeit.» In Afrika und Südasien ist diese Angst besonders weit verbreitet: In Ländern wie der Elfenbeinküste, Südafrika, Indonesien und Malaysia erklärten neun von zehn Befragten, sie seien für eine strengere Begrenzung von Einwanderung.
Es gab auch interessante Ergebnisse zu anderen Fragen. In Russland erklärte eine Mehrheit, ihr sei eine starke Führungspersönlichkeit wichtiger als die Demokratie. Während in den meisten der 46 Staaten eine Mehrheit dem Satz zustimmte, manchmal müsse die Ordnung in der Welt mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden, wurde er in Deutschland, der Slowakei, Bulgarien, Ägypten, Jordanien und Südkorea abgelehnt. Homosexualität wird in Nord- und Südamerika sowie Westeuropa überwiegend akzeptiert, sonst in der Welt dagegen stark abgelehnt.
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