Sie befinden sich hier: Startseite -> Sachstand 19.09.2007

EURODAC verhindert Betrug bei Asylanträgen

Die Anzahl der Mehrfachanträge von Asylsuchenden in der Europäischen Union hat abgenommen. Das geht aus einem Bericht über die Datenbank EURODAC hervor, den die EU-Kommission veröffentlicht hat. EURODAC ist eine Datei mit Fingerabdrücken, die EU-weit dabei hilft, das für die Prüfung eines Asylantrags zuständige Land zu bestimmen. Der Bericht enthält außerdem Informationen über Muster der illegalen Einreise in die EU.

"Der Bericht zeigt, wie nützlich die EU-weite Fingerabdruck-Datenbank bei der Verwaltung von Asylanträgen ist", sagte der für Sicherheit zuständige Kommissionsvizepräsident Franco Frattini. "Dank des Vergleichs der Fingerabdrücke können Personen, die bereits einen Antrag gestellt haben, sowie illegal eingereiste Personen ermittelt und "Asylshopping" verhindert werden."

2006 wurden in EURODAC 165.958 Sätze von Fingerabdrücken von Asylbewerbern erfasst. Dazu kommen 41.312 Datensätze von Personen, die illegal Grenzen überschritten haben und 63.341 Datensätze von Personen, die während eines illegalen Aufenthalts im Hoheitsgebiet eines EU-Staats aufgegriffen wurden.

Die Zahl der Asylanträge ging 2006 weiter zurück, während die Zahl der registrierten illegalen Einwanderer gegenüber 2005 stark zugenommen hat (plus 64 Prozent). Dem Bericht zufolge betrafen 17 Prozent aller Anträge Fälle, in denen die Personen bereits mindestens einen Asylantrag in demselben oder einem anderen Mitgliedstaat eingereicht hatten ("Mehrfachanträge"). Nach der so genannten "Dublin-Verordnung" aus dem Jahr 2003 kann allerdings nur ein einziger Mitgliedstaat einen Asylantrag prüfen, nämlich jener, der dem Asylsuchenden die Einreise gestattet hat.

 

Dies könnte Sie interessieren:

Quelle:

 

 

[ Inhaltsverzeichnis ]

bobby proved