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Integration von Drittstaatenangehörigen

Die EU-Kommission hat ihren "Dritten Jahresbericht über Migration und Integration" angenommen. Er enthält eine Analyse der Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten zur Aufnahme und Integration von Drittstaatsangehörigen. Darüber hinaus bietet der Bericht einen Überblick über politische Entwicklungen und trägt zur Bewertung und Stärkung von Integrationsmaßnahmen bei. Die EU-Kommission kündigt darin auch neue Initiativen zur Weiterentwicklung des EU-Rahmens für die Integration von Drittstaatsangehörigen an. Unter anderem soll geprüft werden, inwieweit Partizipation und Bürgerschaft den Integrationsprozess voranbringen könnten.

Kommissionsvizepräsident Franco Frattini, zuständig für Justiz, Freiheit und Sicherheit, erklärte dazu: "Aus der Einwanderung kann nur dann Nutzen gezogen werden, wenn Einwanderer die Chance erhalten, sich in die Gesellschaft und Wirtschaft des Aufnahmelands einzugliedern. Nach der Annahme der Gemeinsamen Grundprinzipien im Jahr 2004 und der Gemeinsamen Integrationsagenda, die ich 2005 vorgelegt habe, entwickeln wir ein echtes europäisches Integrationskonzept, das nunmehr klar erkennbar ist."

Ergänzend sagte Vladimír Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit: "Der europäische Arbeitsmarkt braucht mehr Einwanderer, daran besteht kein Zweifel. Einwanderung zulassen oder ablehnen – das ist nicht die Alternative. Die eigentliche Frage ist: Wird es uns gelingen, die Zuwanderer, die heute schon bei uns leben, und die Zuwanderer von morgen erfolgreich zu integrieren - nicht nur in der Arbeitswelt, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft?"

Im Januar 2006 lebten 18,5 Millionen Drittstaatsangehörige in der EU, also 3,8 Prozent der Gesamtbevölkerung von fast 493 Millionen. Zuwanderung ist nach wie vor der Hauptfaktor des demografischen Wachstums in der EU, und die meisten Mitgliedstaaten verzeichnen eine positive Nettozuwanderung. Diese bewegte sich in den 1990er Jahren großenteils zwischen 0,5 und 1 Million jährlich und ist seit 2002 auf eine Größenordnung zwischen 1,5 und 2 Millionen gestiegen.

 

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