Migration and Remittances - Migration und Geldsendungen
Bericht der Weltbank über Migration
Die Weltbank hat einen Bericht über das Migrationsgeschehen
in Osteuropa und dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion veröffentlicht. Die Studie bezieht sich
auf eine Regionalgruppe der Weltbank, die mit "ECA" bezeichnet ist. Gemeint sind die Länder
Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien
Kroatien, Tschechien, Estland, Georgien, Ungarn, Kasachstan, Kirgisien, Frühere Jugoslawische
Republik Mazedonien, Moldawien, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Serbien, Montenegro,
Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan.
Die Weltbank sieht in in der Migration Herausforderungen und Möglichkeiten für
die Herkunfts- und die Zielländer der Wanderungsbewegungen. Für viele ECA-Länder ist
das Volkseinkommen und das Inlandsprodukt eng an die im Ausland lebenden Emigranten
gekoppelt. Nach der Studie betrug die Höhe der Geldüberweisungen in die Region im
Jahre 2004 19 Milliarden US-$
Ein weiteres Themenfeld ist der Frage gewidmet, wie die gegenwärtigen bilateralen Migrationsmodelle
verbessert werden können.
Dem Bericht lassen sich auch mögliche Kosten unerlaubter Migration entnehmen. Die
Weltbank führt hier auf:
- Mit Ausnahme der Mehrwertsteuer ist das Einkommen, das von den irregulären Migranten erworben wird,
nicht steuerpflichtig. Dieses stellt entgangenes Steueraufkommen dar.
- Irreguläre Migranten bieten einen unfairen Wettbewerbsvorteil für deren Arbeitgeber an. Von diesen
Vorteilen profitieren profitieren Unternehmen, die reguläre Arbeitskräfte beschäftigen, nicht.
- Irreguläre Migration unterfallen keinem Mindestlohn oder Tarifvertrag. Es ist
folglich wahrscheinlich, dass die Löhne von Geringverdienern durch diese Migranten
unterboten werden.
- Ausgebildete oder berufserfahrene Migranten sind geneigt, eher auf legalem Wege einzureisen.
Dies gilt auch, wenn eine bestimmte Ausbildung nicht Voraussetzung für die Einreise ist.
- Arbeitgeber irregulärewr Migranten können entscheiden, diese nicht durch über das
Gesundheitssystem abzusichern. Gleichwohl können dem Gemeinwesen Kosten im Falle
von Behandlungen von Unfallfolgen entstehen.
- Irreguläre Migranten werden vor Einreise nicht auf ansteckende Krankheiten untersucht.
Sie tragen jedoch ein höheres Risiko von Erkrankungen, vor allem, wenn die Migration
durch Schleusungshandlungen im Rahmen der Organisierten Kriminalität (Sex-Industrie) erfolgt.
- Irreguläre Migranten sind gezwungen, im Verborgenen zu leben, da kein Zugang zu
legaler Beschäftigung besteht. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Abrutschens in die Kriminalität
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann gefährdet werden, wenn legal eingereiste
Migranten durch Irreguläre Migranten zum Gegenstand einer Stigmatisierung werden.
- Irreguläre Migranten können angeregt werden trotz Arbeitslosigkeit, länger als
beabsichtigt im Zielland zu bleiben, wenn die mit der Rückreise verbundenen Risiken der
Entdeckung verbunden mit weiteren Kosten für die Ausreise sind.
Die überwiegende Mehrheit der befragten Personen in der Untersuchung bevorzugten
vorübergehende Migration mit der Aussicht, ziemlich bald in das Ursprungsland zurückzukehren.
Quelle: