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Der Alltag im Lager sei durch Isolation, Bevormundung und Einschränkungen gekennzeichnet, heißt es in dem Brief, den rund 180 Bewohner des Lagers unterschrieben haben. Heute wollen sie das Schreiben in einem Demonstrationszug den Abgeordneten des Landtags übergeben. Hauptkritikpunkte sind das Essen und die ärztliche Versorgung. Die Mahlzeiten in der Kantine seien vitaminarm. Außerdem gebe es für die 520 Lagerbewohner lediglich eine Krankenschwester. Nur zweimal wöchentlich komme ein Allgemeinmediziner. Das Lager in Bramsche-Hesepe ist eine Außenstelle der zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde Oldenburg. Dort leben Asylbewerber, deren erster Antrag bereits abgelehnt wurde oder deren Antrag zwar noch nicht geprüft, aber vom Bundesamt mit einer negativen Prognose beschieden wurde. 2004 sind von Bramsche aus 39, im Jahr darauf 117 Menschen in ihre Heimat zurückgekehrt. "Wir wollen den Leuten klar machen, dass sie ausreisepflichtig sind", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. "Das Lager ist kein Luxus, aber es sind auch keine unmenschlichen Zustände, unter denen die Menschen leben." Das Essen sei gesund und frisch. Die ärztliche Station lediglich ein Ergänzungsangebot, erklärte der Sprecher.
Quelle:
Göttinger Tageblatt, 02.03.2006
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