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Die Große Koalition will nach Aussage von Unionsfraktionschef Volker Kauder ein umfassendes Integrationskonzept erarbeiten. Um der Ausgrenzung von Ausländern entgegen zu wirken, werde "ein überzeugendes Integrationskonzept mit breiter gesellschaftlicher Zustimmung" erstellt, sagte Kauder der "Welt am Sonntag".
Am Freitag hatten sich die Innenminister der Unions-regierten Länder darauf geeinigt, neue, bundesweit einheitliche Regeln für die Einbürgerung von Ausländern zu erarbeiten. Dazu sollen Staatsbürgerkurse und Tests für einbürgerungswillige Ausländer eingeführt werden, die Kosten für die Kurse sollten die Bewerber tragen. Bis zum Mai soll ein gemeinsames Konzept von Bund und Ländern erarbeitet werden.
Kauder sagte: "Wir brauchen ein Gesamtkonzept, das alle Lebensbereiche umfasst: Sprache, Bildung, Arbeit, Leben in der Gesellschaft." So müssten Kinder aus ausländischen Familien "Deutsch können, bevor sie auf den Schulhof kommen". Dem Thema müsse in Kindergärten, Schulen und bei der Berufsausbildung ein größerer Stellenwert gegeben werden. Zugleich müssten Politik und Gesellschaft deutlich machen, dass in Deutschland Grundsätze gelten, die von jedem akzeptiert werden müssten.
Die Grünen forderten zusätzliche Gelder für die Integration. "Anstatt weitere Hürden im Staatsangehörigkeitsrecht aufzubauen, sollten die Unionsinnenminister mehr Länder-Finanzmittel für die Orientierungskurse im Zuwanderungsgesetz bereitstellen", sagte der Geschäftsführer der Grünenfraktion im Bundestag, Volker Beck, der Netzeitung. Die Hauptlast an der Finanzierung der Integrationskurse trage bisher der Bund, kritisierte er.
(N24.de, Netzeitung)
Quelle:
N24.de, 05.02.2006
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