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Terrorist unbehelligt in Deutschland.

Ein algerischer   Terrorist, der Anschläge auf die Fußball-WM 1998 und die Fußball-EM 2000 geplant hatte, wird zum Entsetzen deutscher Sicherheitsbehörden als freier Mann in die Bundesrepublik überstellt.

Wie FOCUS berichtet, verhinderte das Verwaltungsgericht Dresden am 13. Januar die Abschiebung des führenden Aktivisten der Islamistengruppe GIA aus französischer Haft nach Algerien. Laut FOCUS darf der 34-jährige Adel Mechat dem unanfechtbaren Beschluss der Dresdener Richter zufolge in Deutschland ein Asylverfahren fortsetzen, das 1998 wegen seiner Festnahme unterbrochen worden war.

Im Mai 1998 in Köln verhaftet

Mechat war im Mai 1998 in Köln verhaftet und nach Frankreich ausgeliefert worden. Von Deutschland aus soll der Algerier seinerzeit einen Terroranschlag auf die Weltmeisterschaft in Frankreich vorbereitet haben. Er wurde dafür zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Aus seiner Zelle in Paris heuerte Mechat mit Hilfe eines eingeschmuggelten Mobiltelefons mehrere Attentäter an, die im Jahr 2000 Anschläge auf die Europameisterschaft in Holland und Belgien verüben sollten. Aufgrund der abgehörten Telefonate wurden Mechats Pläne verhindert.

Mehrere französische Nationalspieler wurden damals unter Personenschutz gestellt. Nach FOCUS-Recherchen will die Bundesregierung Mechats Überstellung nach Deutschland bis zum Ende der im Juni beginnenden WM herauszögern. Ein hoher Staatsschutz-Beamter nannte das Dresdener Urteil einen "Skandal ohnegleichen". Mit dieser Entscheidung werde das "Sicherheitsnetz zerfetzt", sagte er FOCUS.

Quelle: Externer Link Focus Online, 28.01.2006

 

 

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