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Kriminalität

Mehr Rechte für Zwangsprostituierte gefordert.

Der Frankfurter Verein "Belladonna" hat mehr Rechte für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution gefordert.

Betroffene Frauen sollten ein großzügiger bemessenes Aufenthaltsrecht erhalten, um sich beispielsweise besser auf Gerichtsaussagen gegen die Täter vorbereiten zu können, sagte Uta Ludwig, Geschäftsführerin der Frankfurter Fachberatungsstelle, am Donnerstag. Anlass war die deutsch-polnisch-ukrainische Fachtagung "Ware Frau ..." in Slubice.

Die Zahl der Prostituierten habe sich nicht verändert, doch sänken die Zugriffszahlen in Flächenländern wie Brandenburg, sagte Ludwig weiter. Fachberatungsstellen hätten derzeit das Gefühl, dass kein Interesse bestehe, Menschenhandel staatlich zu verfolgen.

Nach Darstellung des Leitenden Frankfurter Oberstaatsanwalts Carlo Weber ist die Strafverfolgung seit der EU-Erweiterung schwieriger geworden. Frauen aus den neuen EU-Ländern würden nicht mehr als Ausländerinnen gelten. Die Polizei könne sich bei Zugriffen vor allem auf Verstöße gegen das Ausländergesetz berufen. Dessen Vorschriften bezögen sich jetzt aber nur noch auf visumpflichtige Länder wie die Ukraine oder Weißrussland.

Nach Angaben von "Belladonna" arbeiten in der deutsch-polnischen Grenzregion etwa 1300 Frauen täglich als Prostituierte. Es gebe drei große Straßenstriche.

 

 

Quelle: Externer Link rbb-online.de, 11.12.2005  

 

 

 

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