Sie befinden sich hier: Startseite -> Zuwanderung u.a. -> Sachstand 28.11.2005
Wie die Tageszeitung junge Welt in ihrer Ausgabe vom 26.11.2005 berichtete, hat die UNO 33 in den Kosovo abgeschobene Flüchtlinge umgehend wieder nach Baden-Württemberg zurückgeschickt. Von den 150 Insassen eines Abschiebefluges hatten die Mitarbeiter der UNO-Behörde UNMIK in Prishtina 13 Roma und 20 Ashkali "noch in derselben Nacht" über Skopje und Zürich nach Baden-Baden zurückfliegen lassen. jW beruft sich auf die Flüchtlings-Hilfsorganisation Pro Asyl.
Die Flüchtlinge waren in der Nacht zum 15. November von der Polizei aus dem Bett geholt worden, zum Anziehen blieb ihnen nur eine halbe Stunde. Einer der abgeschobenen Roma berichtete, dass Polizeibeamte seiner Familie auf dem Flughafen nach einer Leibesvisitation und nach Durchsuchung des Gepäcks alle Papiere abgenommen hätte, die Hinweise darauf gaben, dass es sich um Roma handle.
Pro Asyl und der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg kritisieren das Abschiebeverhalten der Behörden und fordern Aufklärung. »Offenbar ist Abschiebung um jeden Preis die Devise der Landesregierung«, heißt es in einer Erklärung beider Organisationen. Wie der SWR berichtete, weist das baden-württembergische Innenministerium alle Vorwürfe zurück. UNMIK halte sich nicht an Vereinbarungen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Stuttgart.
Quelle:
stattweb.de, 27.11.2005
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