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Scheveningen - EU-geführte Aufnahmezentren für Asylbewerber in Nordafrika sind vorläufig vom Tisch. Die illegale Einreise von Flüchtlingen über das Mittelmeer will die Union jedoch weiter nach Kräften bremsen und schiffbrüchige Flüchtlinge im Regelfall zum Ausgangshafen zurückbringen. Darin waren sich die Innenminister der 25 EU-Staaten gestern in Scheveningen (Niederlande) einig.
Bundesinnenminister Otto Schily hatte die Debatte mit seiner Forderung nach Asyllagern in Nordafrika ausgelöst. In einem Pilotprojekt will die EU nun zunächst den fünf nordafrikanischen Ländern Libyen, Tunesien, Algerien, Marokko und Mauretanien beim Aufbau eigener Asylsysteme helfen. Das sei aber keine Vorform EU-geführter Aufnahmezentren, räumte Schily ein. Frankreich lehnt den Plan strikt ab. dpa
Quelle: Schwäbische Post, 02.10.2004
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