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Zionismus

Der Zionismus ist eine jüdische national-religiöse Bewegung, die von T. Herzl ("Der Judenstaat", 1896) neu belebt wurde. Der 1. Zionistische Weltkongress 1897 forderte "für das jüdische Volk die Schaffung einer gesicherten Heimstätte in Palästina". Mit der Balfour-Erklärung von 1917 begann die Verwirklichung dieser Forderung, die 1948 mit dem Abzug der britischen Truppen nach Erlöschen des britischen Palästinamandats und durch die Proklamation des Staates Israel ihren Abschluss fand. Der Zionismus war auch um die Neubelebung der hebräischen Sprache und Kultur bemüht.

Quelle: Brockhaus-Lexikon

Im Zionismus bildeten sich früh unterschiedliche Parteien heraus. Der "Pionierzionismus" der großenteils aus Osteuropa stammenden Siedler war sozialistisch geprägt; einer seiner führenden Repräsentanten war David Ben-Gurion. Daneben gab es eine bürgerlich-liberale und eine religiöse Richtung. In den 1920er Jahren begründete Vladimir Jabotinsky den zionistischen Revisionismus, der die von Weizmann vertretene Politik der Mäßigung und der Zusammenarbeit mit Großbritannien ablehnte, den Begriff "Heimstätte" verwarf und offen die sofortige Staatsgründung anstrebte. Aus diesen Gruppierungen, zwischen denen es zahlreiche Nuancen und Überschneidungen gab (z. B. hinsichtlich der Stellung zu den Arabern), sind die heutigen israelischen Parteien hervorgegangen. Mit der Gründung des Staates Israel 1948 war das Ziel des Zionismus erreicht, wenn auch die Existenz des jüdischen Staates noch lange bedroht blieb. Die Zionistische Organisation besteht weiter. Sie sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Verbindung zwischen den Juden in aller Welt und in Israel aufrechtzuerhalten und zu fördern.

Quelle: wissen.de

 

 

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