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Rassismus ist die Benachteiligung oder Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Rasse. Dem Rassismus liegt eine Rassenideologie zugrunde, d. h. die Auffassung, dass es Menschenrassen von höherem und geringerem Wert gebe. Die Rassenideologie ist mit dem Begriff Rasse im 18. Jahrhundert aufgekommen; sie beruht auf der wissenschaftlich unhaltbaren Annahme einer genetischen Verschiedenheit der Menschenrassen. Hauptsächlich äußert sie sich als Überzeugung von der Überlegenheit der weißen Rasse.
Rassismus wurde offiziell in der Republik Südafrika praktiziert; erst seit 1990 kam es hier zu Veränderungen. Rassismus findet sich aber auch in anderen Ländern mit rassischen Minderheiten, z. B. in den USA. Er kann sich auch gegen eine Gruppe richten, die von Vertretern einer Rassenideologie fälschlich zur Rasse erklärt wird. Dies gilt insbesondere für den Antisemitismus und die auf ihm beruhende nationalsozialistische Judenverfolgung. Die Juden sind keine selbständige Rasse; sie konnten nicht aufgrund rassischer Merkmale identifiziert und mussten zum Zweck der Diskriminierung eigens gekennzeichnet werden (Judenstern). Rassistische Elemente finden sich auch in der Fremdenfeindlichkeit, die in westlichen Industrieländern durch die Diskriminierung von Einwanderern, Asylbewerbern und anderen Minoritäten gekennzeichnet ist. 2001 veranstaltete die UNO in Durban (Südafrika) eine Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz.
Quelle: wissen.de
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