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Imam

Der Imam bedeutet im Koran soviel wie Vorbild oder Führer. Er gilt als geistiger Nachfolger des Propheten Mohammed. Er handelt in dessen Namen. Der Imam leitet den Gottesdienst in der Moschee. Er ist Vorbeter und auserwählt, die Gläubigen während des Gebets zu führen. Nach der Überlieferung kennt er die göttlichen Gesetze ganz genau und erklärt sie den Menschen. Die Muslime sollen den Riten, die der Imam während der Gottesdienstes vorgibt, folgen. Zum Beispiel, wenn er sich verbeugt, sollen die Betenden sich ebenfalls verbeugen. Wenn er Gott dankt, sollen sich die Gläubigen ebenfalls bei Gott bedanken.

Bei den Schiiten steht der Imam sogar einer gesamten islamischen Gemeinde vor.
Nach der reinen Lehre werden der Titel Imam und das Wissen vererbt, das heißt durch den Vater weitergegeben. Diese Regel gilt heute aber nicht mehr überall. Die Technik des Gebets muss beherrscht werden. Der Vorbeter muss den Koran auswendig und auf Arabisch vortragen können. Der Imam gilt als der alleinige Kenner der mystischen Seite des Islams und ist als einziger befähigt, den Koran und sein Recht verbindlich auszulegen.
Nicht alle Imame sind fundamentalistisch

Bei den Sunniten wie in der Türkei haben Imame versucht, politisch Einfluss zu nehmen. Die Regierung hat deshalb in den vergangenen Jahren nicht zuletzt auch auf Druck des Militärs, den Einfluss der orthodoxen Imame und der Islamisten eingeschränkt. Die Verbreitung ihrer radikalen Ideen sollte dadurch gestoppt werden. Der türkische Staat ernennt deshalb eigene Imame. Jedoch sind nicht alle Vorbeter aus der Türkei fundamentalistisch oder linientreu. Auch ist ihr Einfluss nicht immer sehr groß.

Quelle: Extern www.zdf.de

 

 

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bobby proved