Sie befinden sich hier: Startseite -> Stichworte -> Algerien, FIS, AIS, GIA

Algerien:  FIS -  AIS -  GIA

Die Konfliktparteien in Algerien und ihre Ziele

Zur einflussreichsten gesellschaftlichen Kraft und stärksten Stimme der Opposition entwickelte sich die "Front Islamique du Salut" (FIS, Islamische Heilsfront), die 1990 aus den ersten demokratischen Kommunalwahlen mit über 55 Prozent aller abgegebenen Stimmen als Siegerin hervorging. Die FIS muss als klassische Protestpartei verstanden werden, denn zu ihren Anhängern zählten nicht nur stark religiöse Algerier, sondern vor allem auch Kleinunternehmer und wenig religiöse jugendliche Arbeitslose, die sich in erster Linie einen radikalen Bruch mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik des bisherigen Regimes wünschten.

Die Wahlplattform der FIS propagierte eine freie Marktwirtschaft und eine islamische Gesetzgebung (Scharia). Ob die Einführung der Letzteren auf demokratischer Basis geschehen sollte oder nicht, war innerhalb der FIS umstritten.

Nach dem Abbruch der Wahlen und dem Verbot der FIS im März 1992 hatten sich viele der enttäuschten jugendlichen FIS-Anhänger radikalisiert und sich bewaffneten islamistischen Untergrundbewegungen, etwa dem militärischen Flügel der FIS, der sich ab 1994 "Armée Islamique du Salut" (AIS, Islamische Heilsarmee) nannte,
oder dem "Groupement Islamique Armée" (GIA, Bewaffnete Islamistische Gruppierung) angeschlossen.

Die folgenden Beiträge könnten Sie interessieren:

 

 

[ Inhaltsverzeichnis ] | [ Startseite ]

Falls ein Link nicht funktioniert sind wir für eine   kurze Nachricht   dankbar.

bobby proved