Demokratische Republik Kongo (früher Zaire)
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Staatsangehörigkeitsschlüssel "246"
Kraftfahrzeugkennzeichen "CD" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "CD / COD"

Demokratische Republik Kongo
(früher Zaire)
ca. 2.345.000 km2; ca. 53 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Kinshasa, Amtssprache: Französisch.
Verfassung
- Präsidialregime; Übergangsverfassung vom 04.04.2003 (Constitution de Transition) sieht daneben 4 Vizepräsidenten, ein Parlament und einen Senat vor.
Landeskunde:
- Die Kernlandschaft ist das Becken des Kongo, 300-400 m hoch gelegen und vom Strom und seinen Zuflüssen teilweise überschwemmt. Nach Süden steigt das Land zur 900 bis über 1500 m hohen Lundaschwelle an, nach Osten zu den Randgebirgen des Zentralafrikanischen Grabens (Ruwenzori 5110 m), nach Norden zur Asandeschwelle. Die Westbegrenzung bildet die Niederguineaschwelle. Nur mit einem schmalen Zipfel berührt das Land das Meer. Im Osten hat es Anteil am Albertsee sowie am See Rutanzige, am Kivu- und am Tanganjikasee.
- Das Klima des Landes ist im Becken feucht und heiß, in höheren Lagen etwas kühler. Im Norden und Süden schließen sich Zonen mit kleiner Trockenzeit an; weiter nach Süden wird die Trockenzeit länger und dauert im äußersten Süden Katangas fast sieben Monate.
- Das Kongobecken ist nach dem Amazonasbecken das zweitgrößte Waldgebiet der Tropen. Dieser tropische Regenwald wird von einem Ring von Feuchtsavannen umgeben, die im Süden und Südosten in regengrüne Trockenwälder übergehen.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung besteht großenteils aus Bantu (Kongo, Bateke, Mboshi u. a.). Der Süden ist dichter besiedelt als der Norden des Landes. Neben der Amtssprache Französisch werden noch Bantudialekte gesprochen.
- Ca. 40% Katholiken, ca. 30% Protestanten, ca. 10 % Kimbanguisten (Anhänger der "Kirche Christi im Kongo"), 1% Moslems, die Anderen sind Anhänger von Naturreligionen.
Wirtschaft und Verkehr:
- Die traditionelle Landwirtschaft, die rund 64% der Erwerbstätigen beschäftigt, ist vorherrschend. Der Export wird vom Bergbau beherrscht. In großem Umfang werden Kupfer, Uran, Kobalt, Zink, Germanium, Cadmium, Mangan, Zinn, Wolfram, Eisen, Gold, Silber, Kohle u. a. Minerale abgebaut, neuerdings wird auch Erdöl gewonnen. Kasai ist das bedeutendste Industriediamanten-Fundgebiet der Erde. Die Industrie umfasst als wichtigste Zweige die Hütten-, chemische, Nahrungsmittel-, Textil- und Baustoffindustrie. Die Energieversorgung wird durch Wasserkraftwerke sichergestellt.
- Das Verkehrsnetz ist in weiten Landesteilen noch ungenügend; die Straßen sind während der Regenzeit nur z. T. befahrbar. Die Gebiete von Kinshasa und Katanga haben gute Eisenbahn- und Straßenverbindungen zu dem Hafen Matadi an der Kongomündung bzw. zu den für Katanga bedeutenden Häfen an der Ost- und Westküste Afrikas (Angola, Tansania).
Die Schifffahrt auf dem Kongo und seinen Zuflüssen wird zwar durch Stromschnellen und Wasserfälle behindert, jedoch werden diese durch Eisenbahnstrecken umgangen. Wichtig ist der Inlandluftverkehr. Internationale Flughäfen gibt es in Kinshasa und Lubumbashi.
Geschichte:
- Um 700 n. Chr. erreichen Völker mit Bantusprachen das Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo.
- Im 16. Jh. besteht im Norden der heutigen Republik ein politisches System bei den Zande und ein Königreich bei den Mangbetu. Das Königreich Kongo am Unterlauf des Kongo-Flusses wird von Portugiesen christlich beeinflusst.
- 1884-85 Bei der Berliner Konferenz einigen sich die europäischen Mächte im wesentlichen über die Aufteilung auch Zentralafrikas. König Leopold II von Belgien übernimmt den "Unabhängigen Kongostaat" als Privatbesitz. Eroberung des Gebiets, Zerstörung der Reiche des Msiri und des Tippu Tib.
- 1908 Belgischer Staat übernimmt Herrschaft über den Kongostaat.
- 1960 Nach Unruhen wird das Land in die Unabhängigkeit entlassen. Staatspräsident wird Kasavubu und Ministerpräsident Lumumba. Eine Meuterei der Streitkräfte löst Intervention Belgiens und Sezession Katangas aus. Auf Ersuchen Lumumbas (später ermordet) entsenden Vereinte Nationen eine Streitmacht.
- 1961-64 Zentral-Regierung Adoula.
- 1963 mit Hilfe der Streitkräfte der Vereinten Nationen wird Katanga wieder eingegliedert.
- 1964-65 Regierung Tshombé.
- 1965 Generalstabschef Mobutu (seit 1982 Maréchal) übernimmt die Staatsgewalt und gestaltet die II. Republik zu einem zentralistischen, totalitären Präsidialregime (Hinrichtung politischer Gegner, Verabschiedung einer Präsidialverfassung, Errichtung eines Einparteiensystems unter dem "Mouvement Populaire de la Révolution").
- 1971 Umbenennung des Landes in Zaire.
- 1973/74 Im Zuge der "Zairianisierung" werden ausländische Vermögen nationalisiert (1976 teilweise wieder aufgehoben.)
- 1977 Eine aus Angola eindringende, militärisch organisierte zairische Oppositionsgruppe
(FNCL) löst erste Shaba-Krise aus, die mit Hilfe marokkanischer Truppen gelöst wird. (Shaba=Verwaltungsprovinz im Südosten des Landes).
- 1978 Zweite Shaba-Krise wird durch eine französisch / belgische Intervention beendet.
- 80er Jahre Wirtschaftlicher Ruin des Landes
- 1991/1993 Plünderungswellen zerstören weite Teile der noch existierenden industriellen und administrativen Infrastrukturen.
- ab 1990 Der demokratische Aufbruch in Mittel- und Osteuropa und seine Auswirkungen in Afrika führen zu politischem Umbruch.
- 1990 Präsident Mobutu verkündet Abkehr vom Einparteienstaat.
- 1991/92 Souveräne Nationalkonferenz (CNS) soll politische Weichen für die sogenannte "III. Republik" stellen. Der von der Konferenz zum Premierminister ernannte Oppositionelle Etienne Tshisekedi (UDPS) wird jedoch von Mobutu per Dekret für abgesetzt erklärt.
- April 1994 Verabschiedung einer Übergangsverfassung durch das Übergangsparlament HCR-PT.
- Juni 1994 Oppositionspolitiker Kengo wa Dondo zum Premierminister gewählt, einige Erfolge bei der Stabilisierung der zerrütteten Wirtschaft und der Vorbereitung allgemeiner Wahlen.
- 1996 Süd-Kivu: Aufstand der Banyamulenge-Tutsi gegen die Zentralregierung in Kinshasa; durch Uganda, Ruanda, Burundi und Angola unterstützt, erobert die sich später AFDL (Alliance des Forces Démocratiques pour la Libération du Congo/Zaire) nennende Rebellenbewegung binnen acht Monaten weite Teile des Staatsgebietes
- 17.05.1997 Einnahme von Kinshasa; AFDL-Führer Laurent Désiré Kabila proklamiert sich zum neuen Staatspräsidenten; Umbenennung des Landes in Demokratische Republik Kongo; Mobutu stirbt wenig später im marokkanischen Exil.
- 1998 brach erneut ein Bürgerkrieg aus, der sich von Osten über das gesamte Land ausbreitete. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im August 1999 gingen die Kämpfe weiter.
- 16.01.2001 Präsident Laurent-Désiré Kabila bei einem Attentat getötet; die Nachfolge tritt sein Sohn Joseph Kabila an (Vereidigung am 26.01.01).
- Im April 2003 trat eine Übergangsverfassung in Kraft, auf die sich die verschiedenen Konfliktparteien bei Friedensverhandlungen in Südafrika geeinigt hatten. Auf Grund eines blutigen Krieges zwischen den Ethnien der Hema und Lendu im NO des Landes blieb die innenpolitische Situation aber kritisch. Die UNO beschloss die Entsendung einer Friedenstruppe.
- Juni 2004 Nachdem die Stadt Bukavu in die Hände abtrünniger Soldaten fällt, brechen in Kinshasa Unruhen aus, die sich in erster Linie gegen die UNO-Mission MONUC richten.
- Juni 2004 Versuchter Staatsstreich durch Mitglieder der Präsidentengarde GSSP.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
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Deutschlands in diesem Land.