Vietnam
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "432"
Kraftfahrzeugkennzeichen "VN" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "VN / VNM"

Vietnam
Staat in Südostasien, 331114 km2, 78,77 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Hanoi; Amtssprache: Vietnamesisch.
Verfassung:
- Sozialistische Volksrepublik (Verfassung von 1992). Die Verfassung fixiert Wirtschaftsliberalisierung, zugleich aber die Monopolstellung der Kommunistischen Partei.
Legislativorgan ist die alle 5 Jahre mit Einheitsliste gewählte Nationalversammlung, die den Ministerpräsidenten (Regierungschef) und den Präsidenten (Staatsoberhaupt) wählt.
Landeskunde:
- Vietnam erstreckt sich vom Flussgebiet und Delta des Roten Flusses
(Zentrum Hanoi) im Norden bis zum Mekongdelta mit Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) im Süden;
dazwischen überwiegend Gebirgsland. Im Norden subtropisch, im Süden tropisches vom Monsun geprägtes Klima.
Bevölkerung:
- Knapp 90% der Bewohner sind Vietnamesen, die den Südchinesen verwandt sind. Daneben gibt es kleinere Völker wie Tai, Nung, Miao, Yao, Khmer, Moi u. a. Nur rund 20% der Bevölkerung leben in Städten; Ballungszentren der Besiedlung sind im Norden die Gebiete um den Roten Fluss, im Süden das Mekongdelta und ein schmaler Küstenstreifen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Mahayana-Buddhisten. Außerdem gehören 4 Mio. dem Katholizismus und 2 Mio. dem Caodaismus an. Vietnam verfügt über ein gut ausgebautes dreistufiges Bildungssystem mit einer allgemeinen 10-jährigen Schulpflicht; der Anteil der Analphabeten liegt bei 7%.
Wirtschaft und Verkehr:
- Die seit 1986 eingeleiteten marktwirtschaftlichen
Reformen führten noch nicht zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.
Vietnam zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Landwirtschaft ist der wichtigste
Wirtschaftszweig: Anbau von Reis, daneben Zuckerrohr, Mais, Baumwolle, Tee, Kaffee,
Tabak; Kautschukgewinnung; Viehzucht, vor allem Schweine; Fischerei.
Bergbau: auf Steinkohle, Apatit, Chrom, Eisen, Zinn, Wolfram, Erdölförderung.
Nahrungsmittel-, Textil-, Eisen- und Stahl-, Maschinen-, chemische u. a. Industrie.
Ausfuhr: Erdöl, Kohle, Textilien. Haupthandelspartner: Singapur, Japan, China, Süd-Korea,
Australien, Deutschland.
- Wichtigste Eisenbahnstrecke ist die Nord-Süd-Verbindung entlang der Küste, zu der parallel die wichtigste Fernstraße Vietnams verläuft, die Hanoi mit Ho-Chi-Minh verbindet. Eine bedeutende Rolle spielen die Binnen- und Küstenschifffahrtswege, vor allem in den Deltas und auf dem Mekong. Haupthäfen sind Haiphong, Da Nang und Ho Chi Minh. Der Luftverkehr ist noch wenig entwickelt. Im internationalen Verkehr werden die Hauptstadt Hanoi und Ho Chi Minh angeflogen.
Geschichte:
- Um 179 v. Chr. eroberten die Lac Viet (alter Name der Vietnamesen) das Reich Au Lac
und gliederten es
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dem 207 v. Chr. entstandenen Nam Viet (südliches Land der Viet) an.
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111 v. Chr. annektierte die chinesische Han-Dynastie das Reich Nam Viet. Erst nach zahlreichen
Aufständen konnten die Vietnamesen in der
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Mitte des 10. Jahrhunderts die chinesische Oberhoheit beseitigen und
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968 das Reich Annam gründen,
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das 1471 auch das Reich (Champa) der Cham unterwarf. Erst mit französischer
Hilfe gelang es dem vietnamesischen Kaiser Gia Long
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1802 Vietnam zu vereinigen.
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Bis 1867 eroberte Frankreich den Südteil (Cochinchina), Annam und Tongking wurden
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1883/84 französische Protektorate (Indochina).
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Im 20. Jahrhundert entstand eine Unabhängigkeitsbewegung, deren Führung nach
einem gescheiterten Aufstand (1930) an die von Ho Chi Minh geführten Kommunisten überging.
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Im Zweiten Weltkrieg verdrängten die Japaner die Franzosen. Nach der militärischen
Niederlage Japans rief Ho Chi Minh
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am 2. 9. 1945 die Demokratische Republik Vietnam aus. Im selben Monat kehrten die
Franzosen nach Indochina zurück. Nach einem langjährigen Krieg
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(Indochinakrieg, 1946-54) mit den Vietminh mussten sie sich jedoch aus Vietnam zurückziehen.
Nach der Genfer Indochinakonferenz (1954) entwickelten sich in Vietnam zwei Staaten:
die kommunistisch geführte Demokratische Republik Vietnam (Nord-Vietnam)
und die Republik Vietnam (Süd-Vietnam).
- In Nordvietnam übte die KP (Vorsitzender Ho Chi Minh, nach dessen Tod 1969 Le Duan)
nach dem Muster der Volksdemokratie die Herrschaft aus. Während die Kommunisten
in Nordvietnam mit rigorosen Mitteln eine Bodenreform durchführten und eine
Industrialisierung einleiteten, suchten sie seit 1957/58 mithilfe des Vietcong
in Südvietnam Fuß zu fassen. Mit Unterstützung der USA baute in Südvietnam
Präsident Ngo Dinh Diem einen Staat auf. Nach schweren innenpolitischen Spannungen
wurde er 1963 vom Militär gestürzt. 1965 wurde General Nguyen Van Thieu Präsident.
- 1957/58 brach zwischen Süd-Vietnam und den von Nordvietnam unterstützten Vietcong
ein Bürgerkrieg aus, der sich nach dem direkten Eingreifen der USA
-
ab 1964/65 zu einem internationalen militärischen Konflikt (Vietnamkrieg) entwickelte.
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1973: Nach dem Waffenstillstand gelang es den Kommunisten 1975, Südvietnam zu erobern.
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1976 wurde Südvietnam mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam vereinigt.
Zahlreiche Südvietnamesen flüchteten. Hegemoniale Bestrebungen Vietnams in
Indochina.
- Einmarsch in Kambodscha, (Dezember 1978/Januar 1979) führten
zum Krieg mit der Volksrepublik China (Februar bis März 1979).
- 1989 zog Vietnam seine Truppen aus Kambodscha zurück und unterstrich seine Politik einer vorsichtigen außenpolitischen und wirtschaftlichen Liberalisierung.
- Staatspräsident seit 1997 Tran Duc Luong (* 1937).
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
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