Uganda
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "286"
Kraftfahrzeugkennzeichen "EAU" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "UG / UGA"

Uganda
Republik in Ostafrika, 241038 km2, 23,32 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Kampala; Amtssprachen: Englisch, Suaheli.
Verfassung:
- Die Verfassung ist von 1995. Uganda ist eine präsidiale Republik.
Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der Präsident. Dieser wird auf 5 Jahre direkt gewählt.
Uganda
hat ein Einkammerparlament.
Landeskunde:
- Überwiegend Hochland (1 000-1 500 m), das vom Ostafrikanischen Grabensystem und im Westen
von Randschwellen des Zentralafrikanischen Grabens mit aufgesetzten Inselbergen (im Ruwenzori 5 119 m)
beziehungsweise Vulkanen (im Südwesten die Virungavulkane) durchzogen wird. Seenreichtum;
tropisches Höhenklima; Savannen, in den Gebirgen Bergwälder.
Bevölkerung:
- Rund die Hälfte der Bewohner gehört zu den rund 20 Ackerbau treibenden Bantustämmen,
die vorwiegend im Westen und Süden des Landes leben; im Norden und Nordosten wohnen
nilotische Hirtenstämme. Außerdem gibt es indische, europäische und
arabische
Minderheiten. Rund 66% der Gesamtbevölkerung sind Christen, 5% Muslime,
die Übrigen Anhänger einheimischer, meist monotheistischer Religionen. Am dichtesten
besiedelt sind das Nordufer des Victoriasees, das Gebiet westlich des Mount Elgon und der
äußerste Südwesten; nur 14% der Bevölkerung leben in Städten. Das jährliche Bevölkerungswachstum
ist mit 2,8% noch ausgesprochen hoch. In Uganda gibt es keine allgemeine Schulpflicht;
2000 betrug die Analphabetenquote 32%. Neben den Staatssprachen Englisch und Kisuaheli
sind die wichtigsten Verkehrssprachen Buganda und Banjoro.
Wirtschaft und Verkehr:
- Anbau von Kochbananen, Bataten, Maniok, Mais, Zuckerrohr, Erdnüssen und Hülsenfrüchten,
für den Export Kaffee, Baumwolle, Tee, Tabak; Viehhaltung; Forstwirtschaft; Fischerei.
Bergbau: auf Kupfer- und Chromerz sowie Gold. Wichtigste Industriezweige: Tabakverarbeitung,
Nahrungsmittel-, Textil-, Holz-, chemische, Metall- und Baustoffindustrie; Wasserkraftwerk.
- Zwei Eisenbahnlinien durchqueren Uganda von Westen nach Osten. Sie verbinden den
Binnenstaat Uganda mit Nairobi und dem Hafen Mombasa in Kenia. Bedeutend ist die
Schifffahrt auf dem Albert- und Victoriasee. Entebbe hat einen internationalen Flughafen.
Geschichte:
- Seit 1500 Staatengründungen der Hima (u. a. ab 1660 Buganda).
- Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Großbritannien sein Protektorat über die
Königreiche im ostafrikanischen Seengebiet (Buganda, Bunyoro, Ankole, Toro) und
verband sie mit weiter nördlich gelegenen Gebieten zu der neuen Gebietseinheit Uganda.
- Nach dem 2. Weltkrieg regte sich vor allem in Buganda eine nationale Bewegung,
die jedoch an Gesamtuganda nicht interessiert war.
- 1960 organisierte sich dagegen unter Führung M. Obotes der Uganda People's Congress (UPC).
- 1962 wurde Uganda unabhängig bei Verbleib im Commonwealth.
- 1963 Republik mit föderativer Verfassung; Staatsoberhaupt war der Kabaka (König) von Buganda.
- 1966 stürzte Obote den Kabaka, machte sich zum Präsidenten und gab Uganda 1967 eine zentralistische
Verfassung, die die traditionellen Königreiche nicht mehr berücksichtigte.
- 1971 wurde Obote durch einen Militärputsch unter I. Amin gestürzt.
Amin errichtete eine despotische Terrorherrschaft
(schätzungsweise 250 000 Todesopfer).
- 1972 Amin wies rund 50 000 in Uganda lebende Asiaten aus und führte den wirtschaftlichen
Niedergang des Landes herbei.
- 1979 wurde er mit tansanischer Hilfe gestürzt; tansanische Truppen besetzten das Land.
Eine Regierung der "Vereinigten Nationalen Befreiungsfront" gewann keine Autorität.
Aus den 1980 abgehaltenen Wahlen gingen - mit Hilfe von Wahlfälschung - der aus dem tansanischen
Exil zurückgekehrte ehemalige Präsident Obote und dessen UPC als Sieger hervor.
Es gelang Obote jedoch nicht, die zerrütteten Verhältnisse im Lande zu ordnen,
insbesondere das Militär zu disziplinieren, das weiter raubte und mordete.
Sein Regime wurde in der Folge von Untergrundorganisationen im Landesinnern und
in der Hauptstadt Kampala bekämpft.
- 1983/84 war besonders das Volk der Ganda in Buganda, das in Opposition zu Obotes Regime stand,
Repressionen ausgesetzt. Weit über 100 000 Gandas wurden in Internierungslagern unter
unmenschlichen Bedingungen festgehalten.
- 1985 Nach Stammesauseinandersetzungen innerhalb des Heeres wurde Obote durch das Militär gestürzt,
das unter General T. Okello die Macht übernahm.
- 1986 Die Guerilla-Organisation "Nationale Widerstandsarmee" stürzte das Okello-Regime.
Neuer Staatspräsident wurde Y. Museveni.
- 1993 gestattete er die Wiedereinrichtung der 1967 aufgelösten Königreiche.
- 1994 Bei den Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung gewannen die Anhänger
des Präsidenten eine Zweidrittelmehrheit.
- Die 1995 in Kraft getretene Verfassung untermauerte die starke Stellung des Präsidenten.
Aktivitäten politischer Parteien blieben verboten.
- 1996 Museveni gewann die Präsidentschaftswahlen.
- 1996 Bei den freien Parlamentswahlen errangen die Anhänger des Präsidenten eine
überwältigende Mehrheit. Blutige Konflikte mit verschiedenen Rebellenbewegungen
destabilisierten die innenpolitische Lage. Außenpolitisch intervenierte Uganda
militärisch im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo.
- 2001 Die Bevölkerung erteilte Museveni bei den Präsidentschaftswahlen das Mandat
für eine weitere Amtszeit.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.