Togo
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "283"
Kraftfahrzeugkennzeichen "RT" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "TG / TGO"

Togo
Republik in Westafrika,
56.785 km2, ca. 5 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Lome; Amtssprache: Französich.
Verfassung
- Die Verfassung von 1992 (präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem) wurde
am 30. Dezember 2002 in 82 Punkten geändert. Unter anderem wurde dadurch ein drittes Mandat für den derzeitigen Präsidenten Eyadèma ermöglicht.
Landeskunde:
- Hinter einer Nehrungs- und Lagunenküste erhebt im Süden und dem Tafelland der Oti-Ebene im Norden das in Südwest-Nordost-Richtung ziehende Togo-Atakora-Gebirge mit dem Mont Agou (1020 m). Tropisch wechselfeuchte Klima. Der größte Teil Togos wird von einer ölpalmenreichen Feuchtsavanne eingenommen; das nördliche Togo mit Galeriewäldern an den Flüssen trägt Trockensavanne. Im Togogebirge gibt es Reste des immergrünen Regenwalds. Im Küstenbereich wachsen Mangroven und Kokospalmen.
Bevölkerung:
- Im Süden weitgehend Kwa-Völkern (Ewe u. a.). Im Norden überwiegen Gur-Völker (Kabre u. a.), außerdem leben hier Hausa und Fulbe. Nur 33% der Bevölkerung leben in Städten. Etwa 35% der Bevölkerung sind Christen, 15% Muslime (besonders im Norden); die Übrigen Anhänger traditioneller Religionen.
Das Schulwesen ist noch unzureichend entwickelt. 41% der Bevölkerung gelten als Analphabeten. Die Staatsuniversität von Togo wurde 1970 in Lomé gegründet.
Wirtschaft und Verkehr:
- Landwirtschaft ist Haupterwerbsquelle. Es wird für den Eigenbedarf Mais, Hirse, Reis, Maniok und Süßkartoffeln angebaut. Die wichtigsten Agrarerzeugnisse für den Export sind Kakao, Kaffee und Baumwolle. Die Viehzucht (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen) hat geringere Bedeutung. Infolge von verstärktem Holzeinschlag für die Brennholzgewinnung bedecken die tropischen Regen- und Savannenwälder nur noch 17% der Landesfläche. An den Küstengewässer und Lagunen Fischfang. Bergbau auf Phosphat und Marmor. Phosphat stellt 27% der Gesamtausfuhr Togos. Große Eisenerzvorkommen. Nahrungsmittel-, Textil- und Baustoffindustrie. Erdölraffinerie und chemische Industrie bei Lome.
- Hauptverkehrsträger ist der Straßenverkehr. Lomé ist ein bedeutender Transithafen für die Nachbarländer Togos. Internationalen Flughafen in Lome.
Geschichte:
- Die meisten ethnischen Gruppen, die heute in Togo leben, stammen von Völkern ab, die im 18. und 19. Jahrhundert in diese Region vertrieben wurden. Das gilt allerdings nicht für die Ewe, die zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert aus dem Gebiet des Niger einwanderten. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden französische Handelsniederlassungen in Togo, die jedoch bald wieder aufgegeben wurden. Togo gehörte zur so genannten Sklavenküste, einem Zentrum des europäischen Sklavenhandels. Er erfolgte aber größtenteils über Dahomey (dem heutigen Benin) und über die Goldküste (dem heutigen Ghana).
- 1884 wurde Togo deutsches Schutzgebiet unter dem Gouverneur Gustav Nachtigal. In der Zeit der deutschen Herrschaft galt Togo als Musterkolonie, die als erste seit etwa 1900 wirtschaftliche Rentabilität erreichte.
- 1920 wurde Togo teils britisches, teils französisches Mandatsgebiet.
- Nach dem 2. Weltkrieg bemühten sich die Ewe um politische Vereinigung ihres Volks, drangen jedoch bei den UN nicht durch.
- 1955 Frankreich gewährte seinem Mandatsgebiet Französisch-Togo ein Autonomiestatut.
- 1956 In Britisch-Togo ergab eine Volksabstimmung insgesamt (nicht jedoch im Ewe-Gebiet) eine Mehrheit für den Anschluss an Ghana (damals noch britische Kolonie Goldküste). Das britische Gebiet wurde Ghana angegliedert.
- Im ehemaligen französischen Gebiet übernahm N. Grunitzky die Regierung, wurde jedoch nach der Wahl 1958 durch S. Olympio abgelöst.
- 1960 Nach der Erklärung der Unabhängigkeit kam es zu Spannungen mit Ghana.
- 1963 wurde Präsident Olympio von meuternden Soldaten erschossen, Grunitzky übernahm wieder die Präsidentschaft.
- 1967 musste er aber dem Armeebefehlshaber É. G. Eyadéma weichen. Dieser errichtete ein diktatorisches Einparteienregime (Einheitspartei Rassemblement du Peuple Togolais, RPT). Im Rahmen des Ost-West-Konflikts profitierte Eyadéma dank einer prowestlichen Politik von westlicher Entwicklungshilfe.
- 1991 Nach schweren Unruhen wurde eine Generalamnestie für politische Häftlinge verkündet und die Einführung eines demokratischen Systems beschlossen. Eyadéma musste zahlreiche Machtbefugnisse auf eine Übergangsregierung übertragen.
- 1992 Obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung die Einführung einer neuen Verfassung billigte (präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem), versuchte Eyadéma in der Folgezeit mit Hilfe des Militärs, den Demokratisierungsprozess rückgängig zu machen.
- Im Januar 1993 kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Armee und Anhängern der Demokratiebewegung.
- 1993 Bei den von der Opposition boykottierten Präsidentenwahlen wurde Eyadéma im Amt bestätigt. Die innenpolitischen Konflikte setzten sich fort.
- 1998 Nach den umstrittenen Wahlen wurde Eyadéma zum Wahlsieger erklärt, obwohl die Opposition den Sieg für ihren Kandidaten, den im Exil in Ghana lebenden G. Olympio (Sohn des früheren Präsidenten), reklamierte. Die politischen Instabilitäten beeinträchtigten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, das sich außenpolitisch als Vermittler in Konflikten (so in Côte d'Ivoire) profilierte.
- 2002 Im Innern setzte Eyadéma Verfassungsänderungen durch, die ihm eine weitere Amtszeit ermöglichten und eine erneute Kandidatur Olympios bei den Präsidentschaftswahlen 2003 ausschlossen.
- 2003 Auch diese Wahlen konnte um neuen Staatschef bestimmt zu seinen Gunsten entscheiden.
- 02/2004 Nach dem Tod von Gnassingbe Eyadema wurde dessen Sohn Faure Gnassingbe durch das Militär und Parlament zum neuen Staatschef bestimmt. Dies löste gewaltsame Proteste aus.
- 26.02.2005 Unter dem wachsenden internationalen Druck ist Faure Gnassingbé zurückgetreten.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
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Deutschlands in diesem Land.