Senegal
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "269"
Kraftfahrzeugkennzeichen "SN" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "SN /SEN"

Senegal
Republik in Westafrika, 196722 km2, 9,987 Mio. Einwohner.
Hauptstadt Dakar; Amtssprachen: Französisch und Wolof.
Verfassung:
- Neue Verfassung aus dem Jahr 2001 mit ausdrücklich geschützter Religionsfreiheit
sowie die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit.
Senegal ist eine Präsidialdemokratie mit hervorgehobener Rolle des Staatspräsidenten.
Die Regierung steht unter der Leitung eines vom Staatspräsidenten ernannten Premierministers.
Die parlamentarische Kontrolle erfolgt durch die direkt gewählte Assemblée Nationale und
eine Judikative mit ähnlichem Aufbau und Kompetenzen wie in Frankreich.
Landeskunde:
- Senegal liegt in der Sudan- und (im Norden und Nordosten) in der Sahelzone.
Flache, zum Teil versumpfte Küste, Küstentiefland an den Flüssen Senegal und Gambia.
Im Südosten Ausläufer des Tafelgebirgslandes Fouta-Djalon (bis 400 m).
Randtropisches Klima; im Süden Feuchtwald, nördlich folgt Feuchtsavanne, im Innern Trocken-, im Norden Dornstrauchsavanne.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung gehört überwiegend Sudanvölkern (44% Wolof, ferner Serer,
Tukulor, Diola, Malinke) sowie den Fulbe an. Daneben gibt es
rund 200 000 Nichtafrikaner, besonders Franzosen, Libanesen
und Syrer. Der Großteil der Bevölkerung (94%) bekennt sich
zum Islam
(Sunniten), 5% sind Christen.
Trotz Schulpflicht liegt die Analphabetenrate noch bei 65%.
Wirtschaft und Verkehr:
- Anbau von Erdnüsse und Baumwolle (für den Export), ferner Hirse, Zuckerrohr,
Reis, Mais, Maniok, Gemüse und Früchte; Viehhaltung; Fischerei.
Bergbau: Phosphate. Nahrungsmittel-, Textil- u. a. Industrie.
Fremdenverkehr (an der Küste, Nationalparks).
- Die Hauptstadt Dakar ist der zweitgrößte Seehafen in Westafrika; nördlich der Stadt befindet sich ein moderner Flughafen. Der Binnenschifffahrt auf dem Senegal kommt erhebliche Bedeutung zu.
Geschichte:
- Ende 14. Jh.: Bald nach der Blütezeit des Mali-Reichs
entdeckten portugiesische Seeleute die senegalesische Küste.
- Der Besitz Senegals wechselte mehrmals.
- 1791 Frankreich setzt sich als Kolonialmacht durch.
- Seit 1854 erlebte Senegal unter Gouverneur L. Faidherbe eine weitere Ausdehnung.
- 1857 wurde Dakar gegründet.
- Seit Ende des 19. Jahrhunderts Teil Französisch-Westafrikas.
- 18.06.1960 Nach dem Scheitern eines Föderationsplans mit dem heutigen Mali,
Benin und Burkina Faso wird die Föderation Mali (Senegal und Mali) unabhängig.
- 20.08.1960 Spaltung der Föderation in die Republik Senegal und die Republik Mali.
- 05.09.1960 Léopold Sédar Senghor wird Präsident der Republik Senegal
(Wahl für 4 Jahre 1963, Wiederwahl 1968, 1973 und 1978 für je 5 Jahre).
- 1976 Das seit 1960 bestehende de facto-Einparteiensystem wird durch ein Drei-Parteien-System ersetzt.
- 1980 Senghor tritt aus Altersgründen zurück.
- 1960-1980 Staatspräsident L. S. Senghor betrieb eine Außenpolitik der gemäßigten Blockfreiheit
in enger Zusammenarbeit mit Frankreich.
- 1981 A. Diouf wird Staatspräsident. Es entwickelte sich u.a. ein Konflikt mit militanten
Sezessionisten in der Provinz Casamance.
- 1989 Ein Konflikt mit Mauretanien führt zur Vertreibung der zahlenmäßig bedeutenden
mauretanischen und senegalesischen Bevölkerungsgruppen in ihre jeweiligen Ursprungsländer.
- August 1997 Der seit 1982 schwelende Konflikt in der Casamance - dem südlichen,
durch Gambia weitgehend geographisch getrennten Teil des Senegal - bricht wieder aus
und fordert innerhalb weniger Wochen Hunderte von Todesopfern bei Rebellen, Zivilisten
und Soldaten der senegalesischen Armee. Die Sezessionistenbewegung MFDC (Mouvement des
Forces démocratiques de la Casamance) kämpft um die Unabhängigkeit der historisch,
wirtschaftlich und sozial anders geprägten Region.
- 1999 Im Konflikt in der Casamance auf Vermittlung Gambias Gespräche aller
Rebellenfraktionen; mittlerweile zu konkreten Gesprächen zwischen MFDC und
der senegalesischen Regierung. Eine Lösung des Konflikts steht aber noch aus.
- 2000 Die Präsidentschaftswahlen gewann der Oppositionskandidat A. Wade.
- 2001 trat eine neue Verfassung in Kraft.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
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Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.