Rumänien
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland zum Zwecke eines Kurzaufenhaltes keines Aufenthaltstitels, wenn Sie im Besitz eines Nationalpasses sind und die Vorausetzungen von Artikel 5 SDÜ erfüllen (§ 4 Abs. 1 AufenhG, § 15 AufenthV). Während des visumfreien Aufenthaltes ergibt sich der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit aus § 17 AufenthV.
Ab 01.01.2007:
Staatsangehörige dieses Landes benötigen zur Einreise nach Deutschland kein Visum, wenn sie im Besitz eines gültigen Nationalpasses oder Personalausweises sind (allgemeine Freizügigkeit). Die Einreise kann nur aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verweigert werden. Für die Aufnahme einer Beschäftigung gelten vorübergehend Sonderregelungen.
Staatsangehörigkeitsschlüssel "154"
Kraftfahrzeugkennzeichen "RO" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "RO / ROU"

Rumänien
ist eine Republik in Südost-Europa, 238391 km2, 22,40 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Bukarest; Amtssprache: Rumänisch.
Verfassung
- Die Verfassung ist von 1991. Staatsoberhaupt ist der auf 4 Jahre direkt gewählte Präsident; er ernennt die Regierung unter Vorsitz des Ministerpräsidenten. Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament (Abgeordnetenhaus und Senat). Verwaltungsgliederung: 41 Bezirke und die Hauptstadt.
Landeskunde:
- Rumänien wird von den Ost- und Süd-Karpaten durchzogen, die mit dem Bihorgebirge und dem Banat das Hochland von Siebenbürgen einschließen. Am Außenrand der Karpaten liegen im Süden das Tiefland der Kleinen und Großen Walachei, im Osten das Hügelland Moldau und südlich des sumpfigen Donaudeltas das Tafelland der Dobrudscha. Überwiegend kontinentales Klima. Flüsse: Donau mit Alt, Sereth, Pruth; zur Theiß entwässern Szamos und Maros.
Bevölkerung:
- 89 % Rumänen, daneben Magyaren, Deutsche u. a.; überwiegend rumänisch-orthodoxe Christen, daneben Katholiken, ev. Christen, Juden u. a.
Wirtschaft und Verkehr:
- Nach 1945 industrialisiertes Agrarland. Der Übergang zur Marktwirtschaft (seit 1990) verläuft schleppend und problemreich. Anbau von Mais, Weizen, Zuckerrüben, Gemüse, Sonnenblumen, Obst, Wein. Viehzucht (Rinder, Schweine, Schafe), Fischerei, Forstwirtschaft. Bergbau: auf Erdöl und Erdgas, Braun- und Steinkohle, Eisenerz, Bauxit, Blei, Zink, Kupfer, Mangan, Uran u. a. Erzen, Salz. Erdölförderung und -verarbeitung, Metallurgie, Maschinenbau, chemische, Nahrungsmittel-, Textil- u. a. Industrie. Wasserkraftwerke. Fremdenverkehr v. a. an der Schwarzmeerküste, in Thermalbädern und Wintersportgebieten der Karpaten. Wichtigste Häfen: Konstanza, Galatz, Braila. Internat. Flughäfen Bukarest, Konstanza, Temesvar.
Geschichte:
- 101-106 n. Chr. Dakerkriege,
- 106 wird die röm. Provinz Dakien errichtet (270 aufgegeben)
- 14. Jh. Bildung der "Donaufürstentümer" Moldau und Walachei
- 15./16. Jh. Die Walachei (1460) und die Moldau (1513) müssen die türk. Oberhoheit anerkennen
- 1829 Der Friede von Adrianopel zwischen Russland und der Türkei stellt die Donaufürstentümer unter russischen Schutz (bis 1856)
- 1859 A. Cuza wird zum Fürsten der Moldau und der Walachei gewählt (Alexander Ion I.)
- 1866 Sturz Cuzas und Wahl von Karl von Hohenzollern-Sigmaringen zum Fürsten (Karl I.)
- 1878 Anerkennung der vollen Unabhängigkeit durch den Berliner Kongress, Rumänien wird
- 1881 Königreich
- 1916 Kriegserklärung an die Mittelmächte, nach der Niederlage
- 1918 Verlust der Dobrudscha
- 1919/20 Die Pariser Vorortverträge sprechen Rumänien die Bukowina, Siebenbürgen und das Banat zu.
- 1918 kann sich Rumänien außerdem Bessarabien angliedern
- 1940 Die Sowjetunion zwingt Rumänien zur Abtretung Bessarabiens und der N-Bukowina. Der 2. Wiener Schiedsspruch führt zum Verlust von Nord-Siebenbürgen an Ungarn
- 1941 Im Bündnis mit Deutschland greift Rumänien die UdSSR an
- 1944 Waffenstillstand
- 1947 Friede von Paris, Rumänien erhält Siebenbürgen zurück. König Michael muss abdanken,
Rumänien wird Volksrepublik
- 1949 Beitritt zum RGW
- 1955 Beitritt zum Warschauer Pakt
- 1963 Beginn einer unabhängigeren Politik gegenüber der Sowjetunion
- 1965 N. Ceausescu wird Vorsitzender der Kommunist. Partei und
- 1967 auch Staatsoberhaupt, Aufbau einer persönlichen Diktatur der Familie Ceausescu
- 1989 Volkserhebung in Temesvar führt zum Sturz von Ceausescu, der mit seiner Frau zum Tode verurteilt und erschossen wird
- 1990 Freie Wahlen, I. Iliescu wird Staatspräsident (1992 bestätigt)
- 1994 Beitritt zur NATO-Partnerschaft für den Frieden
- 1995 EU-Aufnahmeantrag
- 1996 E. Constantinescu wird Staatspräsident
- 1999 Innenpolitische Krise durch Bergarbeiterunruhen
- 2000 Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen;
- 2000 I. Iliescu wird wieder Staatspräsident und Prof. Dr. Adrian Nastase Premierminister
- 2001 Ungarisch-rumänischer Kompromiss über ungarische Minderheit
- 2002 NATO-Beitritt
- 12/2004 Traian Basescu wird neuer Staatspräsident.
- 2007 Aufnahme in die EU
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.