Mazedonien / Makedonien
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "144"
Kraftfahrzeugkennzeichen "MK" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "MK / MKD"
Makedonien / Mazedonien
Republik in Südosteuropa, 25713 km2, 2,01 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Skopje; Amtssprache: Makedonisch.
Verfassung:
- Mazedonien ist eine parlamentarische, rechtsstaatliche Demokratie mit Gewaltenteilung. Das Parlament besteht aus einer Kammer. Die Abgeordneten werden in freier, gleicher und geheimer Wahl auf vier Jahre gewählt. Das Parlament hat 120 Sitze. In Mazedonien gilt ein gemischtes Mehrheits- und Verhältniswahlrecht.
Landeskunde:
- Gebirgsland zwischen Dinarischem Gebirge im Westen und den
Rhodopen im Osten (im Korab 2 753 m hoch); heißtrockenes Kontinentalklima,
große Waldflächen, Steppe.
Bevölkerung:
- Vielvölkerstaat (Makedonier, Albaner, daneben Türken, Roma, Serben u. a.).
Wirtschaft und Verkehr:
- Reich an Bodenschätzen (Braunkohle, Blei, Zink, Nickel, Eisen, Kupfer u. a.).
Landwirtschaft besonders in den fruchtbaren Beckenlandschaften und Flussniederungen. Anbau von Weizen, Mais, Frühgemüse, Tabak, Kartoffeln, Zuckerrüben, Baumwolle, Reis, Mohn. Wein- und Obstbau, Viehhaltung. Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.
Internationale Flughafen: Skopje und Ohrid.
Geschichte:
- 08.09.91 Referendum über Unabhängigkeit der "Republik Mazedonien" (68% Ja-Stimmen).
- 17.09.91 Die jugoslawische Teilrepublik Makedonien erklärte sich für unabhängig.
Die griechischen Vorbehalte gegen die Staatsbezeichnung Makedonien und das Flaggenemblem verzögerten die internationale Anerkennung.
- 17.11.91 Inkrafttreten der Verfassung;
- 06.01.92 Änderung der Verfassung aufgrund EG-Badinter-Kommission (Verzicht auf territoriale Ansprüche)
- 26.04.92 Währungstrennung vom serbisch-jugoslawischen Dinar
- 08.04.93 Aufnahme in die Vereinten Nationen (gleichzeitig konkludente Anerkennung durch die meisten EG-Staaten)
- Okt./Nov 94 Parlamentswahlen und neue Koalitionsregierung Crvenkovski
- 16.09.95 Aufhebung des griechischen Embargos (seit 16.2.94)
- 1995 Aufnahme in die OSZE, Aufnahme in den Europarat, Beitritt zur Partnerschaft für den Frieden
- 29.05.1996 Unterzeichnung der Helsinki Schlussakte
- 20.06.1996 Unterzeichnung Handels- und Kooperationsabkommen mit EU
- 09.07.1997 Unruhen in Gostivar und Tetovo
- 01.01.1998 Inkrafttreten des EU- Handels- und Kooperationsabkommens
- November-Dezember '98 Beginn / Stationierung deutscher NATO-Kontingente
- 24.03.99 Beginn des NATO-Einsatzes gegen die Bundesrepublik Jugoslawien
- April/Mai 99 Aufnahme von bis zu 360.000 Kosovo-Flüchtlingen in Mazedonien
- 10.06.99 Annahme des Stabilitätspakts in Köln
- 29./30.07.99 Stabilitätspaktgipfel in Sarajevo
- 12.06.99 Einmarsch der NATO-Truppen in das Kosovo
- April 2000 Beginn der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU
- Februar/August 2001 gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen ethnisch-albanischen Extremisten und mazedonischen Sicherheitskräften in Westmazedonien
- 13.08.2001 Rahmenabkommen von Ohrid zur Konfliktbeilegung
- 27.08.2001 Beginn NATO-Operation "Essential Harvest" (Waffeneinsammeln)
- 04.10.2001 Beginn NATO-Operation "Amber Fox"
- 16.11.2001 Verabschiedung Verfassungsänderungen gem. Ohrid-Abkommen im Parlament
- 12.03.2002 Gebertreffen für Mazedonien in Brüssel
- 10.06.2002 Ratifizierung SAA - Abkommen durch Deutschland tritt in kraft
- 15.09.2002 Parlamentswahlen
- 01.11.2002 Neue Regierung Branko Crvenkovski
- 16.12.2002 Fortführung NATO-Operation "Amber Fox" durch "Allied Harmony" in reduziertem Umfang
- 31.03.2003 Übernahme der NATO-Mission "Allied Harmony" durch die EU-Mission Concordia
- 01.11.2002 Branco Cervenkovski neuer Ministerpräsident
- Staatsoberhaupt: Staatspräsident Boris Trajkovski ist am 26.02.2004 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Am 28.04.2004 wurde Branko Crvenkovski zu seinem Nachfolger gewählt
- Seit 02.06.2004 Hari Kostov neuer Ministerpräsident
- 12/2004 Vlado Buckovski wird zum Ministerpräsidenten gewählt
- 09/2006 Nikola Gruevski wird neuer Ministerpräsident
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.