Mauretanien
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "239"
Kraftfahrzeugkennzeichen "RIM" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "MR / MRT"

Mauretanien
Islamische Republik in Westafrika, 1.03 Mio. km2, ca. 2,5 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Nouakchott; Amtssprachen: Maurisches Arabisch, Französisch.
Verfassung
- Nach der Verfassung vom 12.07.1991 eine "islamische, unteilbare, demokratische und soziale Republik". Volkssouveränität, Gewaltenteilung sowie die Menschen- und Bürgerrechte - die Religionsfreiheit ausgenommen - sind garantiert. Der auf sechs Jahre gewählte Präsident (ohne Einschränkung der Wiederwahl) hat eine starke Position. Er führt den Vorsitz in den Kabinettssitzungen. Der Premierminister ist ihm und dem Parlament verantwortlich.
Landeskunde:
- Der größte Teil von Mauretanien gehört zur Sahara. Im Süden ist Mauretanien Anlieger am Senegal, der der einzige dauernd fließende Fluss des Landes ist und dessen Überschwemmungsgebiet neben den Oasen das einzige Anbaugebiet ist. Das Klima gehört zum tropischen Bereich.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Mauren, einer arabisch - berberischen Mischbevölkerung. Daneben gibt es verschiedene westafrikanische Stämme. Der Islam ist Staatsreligion. Rund 10% der Bevölkerung sind Nomaden. Das Bildungswesen ist noch unzureichend entwickelt; die Analphabetenrate liegt bei 58%.
Wirtschaft und Verkehr:
- Ackerbau ist nur sehr gebrenzt möglich. Es wird Hirse, Reis, Erdnüsse und Gemüse angebaut, in den Oasen vor allem Datteln. Die Viehzucht (Schafe, Ziegen, Kamele, Rinder) ist Lebensgrundlage der Nomaden. Die Küstenfischerei hat erhebliche Bedeutung. Wichtig für den Export ist der Abbau von Eisen, das im Tagebau gewonnen wird. Außerdem gibt es Kupfer-, Phosphat-, Diamanten-, Gips- und Schwefellagerstätten.
- Das weitmaschige Straßennetz ist größtenteils nicht asphaltiert. Die einzige Eisenbahnlinie dient fast ausschließlich dem Transport von Eisenerz von Zouérate zur Küste bei Nouadhibou. Die wichtigsten Häfen und Flughäfen sind Nouadhibou und Nouakchott. Im Landesinneren haben viele Ortschaften eigene Flugplätze.
Geschichte:
- Seit dem 12. Jh. gehörte der Norden des Landes zum Einflussbereich Marokkos. Der südliche Teil zum reichen Mali.
- 1902-1910 Französische Truppen besetzten das Wüstengebiet des heutigen Mauretanien; es wurde als Teil Französisch-Westafrikas verwaltet.
- 1958 erhielt erhielt es die Autonomie und am 28. 11. 1960 die Unabhängigkeit. Präsident der Republik wurde der Jurist M. O. Daddah. Er setzte den Anspruch seines Landes auf Selbständigkeit gegen die territorialen Forderungen Marokkos durch.
- Erst 1970 nahm Marokko mit Mauretanien normale Beziehungen auf.
- 1975 wurde Spanisch-Sahara (Westsahara) zwischen Mauretanien und Marokko aufgeteilt.
- 1978 wurde Daddah durch einen Putsch gestürzt. Danach regierten die Militärs.
- 1979 verzichtete Mauretanien auf seinen Anteil an der Westsahara.
- 1991 trat eine neue Verfassung in Kraft. Auf Basis dieser Verfassung fanden 1992 und 1996/97 Präsidentschafts- bzw. Parlamentswahlen statt, die das Regime des 1984 durch einen Putsch an die Macht gekommenen Staatspräsidenten Taya bestätigten.
- 2003 Taya gewann auch diese Präsidentschaftswahl.
- 08/2005 Staatsstreich durch das Militär während sich Taya in Saudi-Arabien aufhält. Die Putschisten ernennen den bisherigen Polizeichef Oberst Ely Ould Mohammed Vall zum Regierungschef.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
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