Malaysia
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland zum Zwecke eines Kurzaufenhaltes keines Aufenthaltstitels, wenn Sie im Besitz eines Nationalpasses sind und die Vorausetzungen von Artikel 5 SDÜ erfüllen (§ 4 Abs. 1 AufenhG, § 15 AufenthV). Während des visumfreien Aufenthaltes ergibt sich der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit aus § 17 AufenthV.
Staatsangehörigkeitsschlüssel "482"
Kraftfahrzeugkennzeichen "MAL" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "MY / MYS"

Malaysia
ist ein Bundesstaat in Süd-Ost-Asien, 329758 km2, 21,79 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Kuala Lumpur, Regierungssitz: Putrajaya. Amtssprache: Bahasa Malaysia.
Verfassung:
- Die Verfassung stammt aus dem Jahr 1963 (mit Änderungen).
Konstitutionelle Wahlmonarchie. Staatsoberhaupt ist der König. Dieser wird
jeweils auf 5 Jahre aus dem Kreis der erblichen Herrscher (Sultane) gewählt.
Zweikammerparlament (Senat und Repräsentantenhaus). 13 Gliedstaaten (einschließlich
Sarawak und Sabah) und 2 Bundesterritorien.
Nach der Verfassung ist
der Islam offizielle Religion im Staat.
Landeskunde:
- Malaysia umfasst den Süd-Teil der Malaiischen Halbinsel
(West-Malaysia, Malaya) und den Norden der Insel Borneo (Ost-Malaysia). Zwei Drittel
von Malaysia sind gebirgig (Kinabalu auf Sabah bis 4 101 m ü. M.);
tropischer Regenwald; innertropisches Klima.
Bevölkerung:
- 58% Malaien, rd. 27% Chinesen, 8% Inder.
Wirtschaft und Verkehr:
- Kautschuk-, Palmöl- und Pfefferproduktion, exportorientiert
sind Kokospalmen-, Kakao- und Ananaskulturen; Anbau von Reis, Tee, Kaffee, Zuckerrohr; Holzgewinnung;
an den Küsten Fischerei. Bergbau, Erdöl, Erdgas, Zinn, ferner Eisenerz, Bauxit, Kupfer, Gold.
Industrie: Aufbereitung von Kautschuk, Metall-, chemische Industrie, Elektronik, Fahrzeugbau, Erdölverarbeitung. Ausfuhr: Erdöl, Elektronikerzeugnisse, Kautschuk, Zinn, Holz, u. a.
Haupthandelspartner: Japan, USA, Singapur.
Wichtigste Häfen: Kelang, George Town, Kota Kinabalu, Johor Baharu. Internat. Flughafen: Kuala Lumpur, Sepang, George Town, Kuching u. a.
Geschichte:
- Wie andere Gebiete Südostasiens stand auch die Malaiische Halbinsel seit den
frühen Jahrhunderten n. Chr. unter indischem Einfluss (Buddhismus, Hinduismus).
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Im frühen 15. Jahrhundert stieg die Hafenstadt Malakka zum Sultanat und wichtigsten
Hafen Südostasiens auf.
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1511 wurde die südliche Halbinsel von den Portugiesen und
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1641 von den Holländern erobert, die sie
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1824 an England abtraten.
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1906 wurde das ganze Gebiet zu der britischen Föderation von Malaya zusammengeschlossen.
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Am 31. 8. 1957 wurde Malaya unabhängig.
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Am 16. 9. 1963 entstand die Föderation von Malaysia durch Zusammenschluss des südlichen
Teils von Malakka, Singapur, Sarawak und Sabah. Der Zusammenschluss kam zustande durch
gemeinsame Beschlüsse der Regierungen Großbritanniens und Malayas. Indonesien und die
Philippinen, die Ansprüche auf das ehemalige Britisch-Borneo erhoben, setzten der
Staatenbildung Widerstand entgegen. Ihre Einwände
und der Einfall indonesischer Freiwilligenverbände führten zu Kämpfen und zu
langwierigen Verhandlungen.
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1965 trat Singapur aus dem Bund aus.
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1966 konnte der Konflikt mit Indonesien endgültig beigelegt werden.
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1969 brachen vorübergehend heftige Rassenunruhen aus.
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Großbritannien, Australien und Neuseeland hatten aufgrund eines Verteidigungsabkommens
1971-1976 Truppen in Malaysia stationiert.
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1981 wurde D. S. Mahathir Ibn Mohamad neuer Premierminister.
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1987/88 kam es zu einer politischen Krise, als die Regierungspartei UMNO wegen Manipulationen bei
Parteiwahlen vom Obersten Gericht für illegal erklärt wurde. Daraufhin gründete
Mahathir Ibn Mohamad die neue UMNO und erklärte sie zur Nachfolgepartei der bisherigen Organisation.
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Seit Ende der 1980er Jahre erlebte das Land ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum.
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1993 hob das Parlament viele der bis dahin bestehenden Gesetzesprivilegien für die neun
erblichen Herrscher der malaiischen Fürstentümer auf.
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Die 1997 von Thailand ausgehende Wirtschaftskrise erfasste auch Malaysia und beeinträchtigte
die ehrgeizigen Entwicklungs- und Modernisierungspläne Mahathir Ibn Mohamads, dessen
autoritärer Regierungsstil zunehmend Kritik hervorrief. Durch die Verschlechterung
der ökonomischen Situation erhielt auch der traditionelle ethnische Konflikt zwischen Malaien und Chinesen neue Brisanz.
- Staatsoberhaupt (Wahlkönig) ist seit 2001 Tuanku Syed Sirajuddin.
- März 2004: Premierminister Badawi wurde in seinem Amt bestätigt.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.