Laos
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "449"
Kraftfahrzeugkennzeichen "LAO" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "LA / LAO"

Laos
Republik in Süd-Ost-Asien, 237000 km2, 5,5 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Vientiane; Amtssprache: Laotisch.
Verfassung
- Am 26.03.1989 kam es auf Grund eines 1988 verabschiedeten Wahlgesetzes zur Wahl einer "Obersten Volksversammlung", die am 14.08.1991 die erste republikanische Verfassung von Laos verabschiedete.
Landeskunde:
- Binnenstaat entlang des Mekong; größtenteils unzugängliches Waldgebirge
(bis 2817 m über Meeresspiegel). Tropisches Monsunklima.
Bevölkerung:
- Überwiegend
Lao, Mon-Khmer, Thai und Tibeter. Hauptsiedlungszone ist das Tal des Mekong.
Etwa 79% der Bevölkerung leben auf dem Land. Hauptreligion: Buddhismus.
Wirtschaft und Verkehr:
- ie Landwirtschaft liefert für den Eigenbedarf Reis, Mais und Süßkartoffeln und für den Export Kaffee, Tee, Gewürze und Baumwolle. Laos ist der wichtigste Weltlieferant von Rohopium. Die Viehzucht kann den Inlandsbedarf decken. Die Wälder bringen Nutz- und Edelhölzer, darunter Teak. Holz ist das wichtigste Exportprodukt. An Bodenschätzen gibt es Vorkommen von Eisenerzen, Magnesium, Kupfer, Kohle und Erdöl sowie Steinsalz (im Mekongbecken), die aber bislang kaum genutzt werden. Die Industrie beschränkt sich auf die Verarbeitung der land- und forstwirtschaftlichen Produkte.
- Die wichtigste Verkehrsader für die Binnenschifffahrt ist der Mekong. Das Land verfügt über 14 130 km Straßen, die Vientiane mit Luang Prabang und mit Kambodscha verbinden. Eisenbahnverbindungen fehlen ganz. Große Bedeutung hat der inländische Flugverkehr. Vientiane besitzt einen internationalen Flughafen.
Geschichte:
- Laos ist benannt nach dem im 13. Jahrhundert eingewanderten Thai-Volk der Lao.
- 1355 begründete der Thai-Prinz Fa Ngum (1353-1373) auf dem Gebiet des heutigen Laos das Königreich Lan Chang, das 1707 in drei rivalisierende Reiche zerfiel,
- die im 19. Jahrhundert an Siam kamen.
- 1893 erzwang Frankreich von Siam die Abtretung des Gebiets östlich des Mekong und unterstellte es
- 1917 dem Generalgouvernement Indochina.
- Seit 1941 unter japanischer Besatzung, erklärte sich Laos
- 1945 für unabhängig;
- 1949 erhielt es die Autonomie,
- 1954 die völlige Unabhängigkeit.
- Im Indochinakrieg wurde der nördliche Teil des Landes von Viet-Minh besetzt, die die kommunistische Pathet-Lao-Regierung errichteten.
- Die Genfer Indochinakonferenz 1954 sah die Räumung des Landes von französischen und
- kommunistischen Truppen vor, doch blieb eine kommunistische Partisanenbewegung unter
- Führung des Prinzen Souvanna Vong bestehen.
- 1957 kam es zu einer vorübergehenden Einigung unter dem neutralistischen Ministerpräsidenten Souvanna Phouma.
- Im nun folgenden Bürgerkrieg versuchten sowohl die USA als auch die Sowjetunion, durch Waffenlieferungen die Entwicklung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Als der Konflikt eine internationale Krise auszulösen drohte, wurde im
- Mai 1961 die Genfer Laos-Konferenz einberufen. Die drei laotischen Prinzen einigten sich auf ein Koalitionskabinett unter Souvanna Phouma.
- Seit 1962/63 brachen erneut Kämpfe aus,
- 1971 wurde Laos in den 2. Vietnamkrieg hineingezogen.
- 1973 kam es zum Waffenstillstand,
- 1974 bildeten Neutralisten und Kommunisten erneut eine Regierung.
- 1975 Nach dem Sieg des Pathet Lao wurde die formell noch bestehende Monarchie abgeschafft und die Demokratische Volksrepublik ausgerufen. Kaysone Phomvihane bestimmte als Führer der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP) und Ministerpräsident in der Folgezeit den politischen Kurs des Landes, das sich eng an Vietnam anlehnte.
- Mitte der 1980er Jahre begann eine vorsichtige wirtschaftliche Liberalisierung.
- Auf ihrem Parteitag im März 1991 beschloss die LRVP eine Beschleunigung dieses Prozesses.
- Am 14. 8. 1991 erhielt Laos die erste Verfassung seit der kommunistischen Machtübernahme 1975. Nach dieser Verfassung ist das Land eine Volksdemokratie, in der die LRVP die alleinige politische Führungsrolle besitzt. Kaysone Phomviane wurde zum Staatspräsidenten mit umfassenden exekutiven Befugnissen gewählt. Nach seinem Tod im November 1992 übernahm Khamtay Siphandone die Parteiführung, Nouhak Phoumsavanh das Amt des Staatspräsidenten.
- 1997 wurde Laos Mitglied der ASEAN.
- 1998 Khamtay Siphanedone löste Nouhak Phoumsavanh als Staatsoberhaupt (Präsident) ab.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.