Kroatien
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland zum Zwecke eines Kurzaufenhaltes keines Aufenthaltstitels, wenn Sie im Besitz eines Nationalpasses sind und die Vorausetzungen von Artikel 5 SDÜ erfüllen (§ 4 Abs. 1 AufenhG, § 15 AufenthV). Während des visumfreien Aufenthaltes ergibt sich der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit aus § 17 AufenthV.
Staatsangehörigkeitsschlüssel "130"
Kraftfahrzeugkennzeichen "HR" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "HR / HRV"

Kroatien
(kroatisch Hrvatska)
Republik in Südost-Europa, 56538 km2, 4,48 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Zagreb. Amtssprache: Kroatisch.
Verfassung:
- Kroatien ist seit der Verfassungsreform im Jahre 2001 eine parlamentarische Demokratie. Das Parlament ("Sabor") hat 151 Abgeordnete; die zweite Kammer des Parlaments (die Vertretung der Regionen) wurde im März 2001 abgeschafft. Das Land ist in 20 Bezirke eingeteilt, die auch mit den Begriffen "Provinz" "Gespanschaft" oder "Komitat" bezeichnet werden. Hinzu kommt die besondere Verwaltungseinheit der Hauptstadt Zagreb.
Landeskunde:
- Kroatien umfasst das fruchtbare Tiefland zwischen Drau, Donau und Save (Niederkroatien), das verkarstete, nur wenig besiedelte Gebirgsland (Hochkroatien) und die Küstengebiete Istriens (im Westen) und Dalmatiens (im Südwesten) mit zahlreichen vorgelagerten Inseln; im Küstenbereich mediterranes, im Innern gemäßigtes Kontinentalklima.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung setzt sich aus den vorwiegend katholischen Kroaten (78%) und den mehrheitlich orthodoxen Serben (12%) zusammen. Der serbische Bevölkerungsanteil ist seit dem Krieg mit Jugoslawien stark rückläufig. Außerdem leben ungarische, italienische, tschechische, albanische u. a. Minderheiten in Kroatien.
Wirtschaft und Verkehr:
- Durch den serbisch-kroatischen Krieg
hat die Wirtschaft großen Schaden genommen. Die Bedeutung der Landwirtschaft nahm ab.
Angebaut werden Mais, Weizen, Gemüse, an der Küste Wein und Obst; Schaf- und
Rinderzucht; Küstenfischerei; Forstwirtschaft; vielseitige Ind. Der Fremdenverkehr
hat sich nach den Kriegshandlungen Anfang der 1990er-Jahre wieder zum wichtigsten
Wirtschaftszweig entwickelt. Hafen: Rijeka, Split, Zadar, Pula, Sibenik,
Ploce und Dubrovnik. Internationale Flughafen: Zagreb, Split, Pula, Krk,
Zadar und Dubrovnik.
Geschichte:
- 7. Jh. Das Binnenland wurde von südslawischen Stämmen (Kroaten) besiedelt, einsetzende Christianisierung;
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Ab 806 zunächst unter fränkischer Herrschaft (u. a. Annahme der lateinischen Schrift).
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Nach Mitte des 9. Jh. eigenständiges Fürstentum Kroatien.
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Ende des 11. Jh. kam es unter ungarische (ab 1102 Personalunion mit Ungarn).
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Im 16. Jh. unter habsburgische, dann unter türkische
Herrschaft. Die nördl. der Una gelegenen Teile Kroatiens fielen
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1699 an das habsburgische Ungarn zurück. Dalmatien stand vom
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15. bis 18. Jh. unter der Herrschaft Venedigs.
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Ab 1790 bzw. 1814 wurden Kroatien und Slawonien als Nebenländer der ungarischen Krone behandelt.
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1918 dem neuen Königreich Jugoslawien angeschlossen.
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1941-45 "Unabhängiger Staat Kroatien" (kroat. Abk. NDH; Ustascha;
blutige "Kroatisierungspolitik" und "ethn. Säuberungen").
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1945-48 Die deutsche Bevölkerung ("Donauschwaben"), v. a. in Slawonien, wurde
bis auf geringe Reste vertrieben; in der Folge siedelten sich Serben an. Neue
ethnische Mischgebiete entstanden.
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Seit Ende der 1980er Jahre lehnte sich Kroatien zusammen mit Slowenien gegen
das vor allem von Serbien gestützte undemokratische politische System in Jugoslawien auf.
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1990 erste freie Wahlen in Kroatien nach 1945; Staatspräsident wurde F. Tudjman.
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Im Juni 1991 erklärte Kroatien seine Unabhängigkeit.
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Jan. 1992 international anerkannt.
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Juli bis Mitte Sept. 1991 Angeblich zum Schutz der serbischen Minderheit in Kroatien besetzten
serbische Verbände nach blutigen Kämpfen ein Drittel des Territoriums von Kroatien, v. a. die Krajina.
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Ab März 1992 dort Stationierung von UN-Schutztruppen (UNPROFOR; 1995 reduziert) und
Einrichtung von UN-"Schutzzonen".
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Aug. 1995 Nach Rückeroberung der Krajina durch die kroatische Armee Massenflucht kroatischer Serben. Seitdem
gibt es keine geschlossenen serb. Siedlungsgebiete mehr in Kroatien.
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1995 Durch das Abkommen von Dayton wurde die Position Kroatiens abgesichert, gleichzeitig die friedliche Wiedereingliederung Ostslawoniens in den kroat. Staat geregelt.
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1996 normalisierten Kroatien und die 1992 gegründete Bundesrep. Jugoslawien ihre Beziehungen.
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1996 Mit der Aufnahme in den Europarat begann die politische Westintegration Kroatiens. Der Minderheitenschutz wird beobachtet.
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Jan. 2000 Nach Parlamentswahlen übernahm eine Zweierkoalition die Regierung (Ministerpräsident: I. Racan).
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2000 Zum Nachfolger Tudjmans (gestorben 1999) im Amt des Staatspräsidenten wurde S. Mesic gewählt.
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21. Februar 2003 Kroatien stellte in Athen den Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union.
- 12/2003: Ivo Sanader wird neuer Ministerpräsident.
- 17./18.06.2004 - Auf dem EU-Gipfel in Brüssel wird folgendes beschlossen:
Die EU will mit Kroatien 2005 über den Beitritt verhandeln. Eine entscheidende Bedingung für einen Erfolg der Gespräche sei aber, dass Kroatien weiter mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zusammenarbeitet.
- 01/2005: Wiederwahl von Stjepan Mesic zum Staatspräsidenten.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.