Serbien (Montenegro)
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Staatsangehörigkeitsschlüssel "133"
Kraftfahrzeugkennzeichen "SRB" * ISO-Code-Kurzbezeichnung " RS / SRB"

Serbien (Montenegro)
Republik in Südosteuropa.
ca. 88.000 km2 (einschließlich Kososvo), ca. 7,5 Mio. Einwohner (ohne Kosovo)
Hauptstadt: Belgrad; Amtssprache: Serbisch.
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Verfassung:
- Am 4.2.2003 erfolgte durch Parlamentsbeschluß eine Umbenennung der Bundesrepublik Jugoslawien in Serbien und Montenegro. Nach der Verfassung besteht die Staatenunion aus den gleichberechtigten Republiken Serbien und Montenegro. Nicht mehr erwähnt werden die autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina, die unter der Verfassung von 1974 noch eine republiksähnliche Stellung eingenommen hatten.
Landeskunde:
- Serbien und Montenegro hat im Norden Anteil am Großen Ungarischen Tiefland;
südlich von Save und Donau schließt sich ein Hügel- und Gebirgsland mit küstenparallelen
Gebirgszügen (Dinarisches Gebirge) und dem Serbischen Bergland (2017 m) an. In Montenegro
Steilabfall der Gebirge zur Adriaküste. Im Südwesten von Serbien die Beckenlandschaften
Amselfeld und Metohija. Kontinentalklima, im Südteil mediterran beeinflusst; an der Adriaküste
und am Skutarisee Mittelmeerklima.
Bevölkerung:
- Serbien und Montenegro ist ein Vielvölkerstaat. Die Mehrheit bilden die Serben (66 %),
daneben Montenegriner, Albaner (Kosovo) und Ungarn (Wojwodina), außerdem Kroaten, Rumänen,
Makedonier u. a. Mehrheitlich orthodoxe Christen, die der serbisch-orth. Kirche angehören. Die
Kosovo-Albaner sind überwiegend sunnitische Muslime, eine kleine Zahl katholische Christen; rund 2 500 Juden.
Wirtschaft und Verkehr:
- Wichtige Wirtschaftszweige sind Land- und Forstwirtschaft. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen vor allem
im Norden (Wojwodina), im Moravatal und am Skutarisee. Anbau von
Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Sonnenblumen. Im Süden Tabak,
Obstanbau (Pflaumen, Zitrusfrüchte), Weinbau, Schweine- und Schafzucht.
Im Serbischen Erzgebirge und im Kopanikgebirge Bergbau: auf Kupfer-,
Zink-, Antimon- und Eisenerze, Erdöl- und Erdgasförderung in der
Saveniederung. Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffbau, chemische und
petrochemische, elektrotechnische, Textil-, Leder- und Nahrungsmittelindustrie.
Wasserkraftwerke. Die wirtschaftliche Entwicklung ist seit dem Auseinanderfallen
des alten Serbien und Montenegro stark rückläufig, wozu auch von der UNO verhängte
Sanktionen wegen der Unterstützung der Serben in Bosnien und Herzegowina
und besonders die Luftangriffe der NATO von März bis Juni 1999
(weitgehende Zerstörung der Rüstungsindustrie) beitrugen (Kosovo).
Geschichte:
- 1918 Gründung des "Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen; (seit 1929 amtlich Königreich Serbien und Montenegro).
- 1934 Ermordung König Alexanders I.
- 1941 Beitritt zum Dreimächtepakt, Militärputsch; Besetzung durch deutsche und italienische Truppen
sowie Aufteilung Serbien und Montenegros, Exilregierung, Organisation großserbischer (Cetnici; 1944 weitgehend
aufgerieben) und kommunistischer Partisanen durch Tito.
- 1942 Bildung des Volksbefreiungsrates (AVNOJ) in Bihac, der
- ab 1943 (in Jajce) als provisorische Regierung fungierte.
- 1944 Einmarsch sowjetischer Truppen, Unterstützung für Tito.
- 1945 Koalition von AVNOJ und Exilregierung, Ausrufung der "Föderativen Volksrepublik
Serbien" aus 6 Gliedstaaten und 2 autonomen Gebieten (Verf. von 1946),
brutale Vertreibung der Serbien- und Montenegrodeutschen (Donauschwaben, 1945-48).
- 1947 Pariser Friede mit Italien (Gewinn v. a. Istriens).
- 1948 Ausschluss der jugoslawische KP (ab 1952 Name: BDKJ) aus dem Kominform, danach Politik der Blockfreiheit.
- 1963 neue Verfassung (seither Sozialistische Föderative Republik Serbien).
- 1974 Die neue Verfassung suchte Selbstverwaltung und Föderalismus durch Schwächung der Zentrale zu stärken.
- 1980 Nach Titos Tod Ämterrotation an der Staats- und Parteispitze. Dennoch begannen mit den
Unruhen im Kosovo 1981 die Versuche nicht serb. Bevölerungsgruppen, die serb. Vorherrschaft zu beenden;
- ab 1988/89 Zerfall des BDKJ. Den wirtschaftl. und polit. Reformkurs v. a. Sloweniens und Kroatiens
bekämpfte Serbien. Während der in allen Gliedstaaten 1989/90 abgehaltenen freien Wahlen verstärkten
sich die nationalen Fliehkräfte. Nach wachsenden Spannungen zwischen den Republiken leiteten Slowenien
und Kroatien durch ihren Austritt
- Juni 1991 die Auflösung in fünf Nachfolgestaaten ein:
- Im Herbst 1991 Austritt von Bosnien und Herzegowina sowie Makedonien.
Die Weigerung Serbiens, den Zerfall Jugoslawiens anzuerkennen, und der Versuch,
alle serbischen Siedlungsgebiete zu einem
(groß)serbischen Staat zusammenzuschließen, sowie die in voller Schärfe ausbrechenden ethnischen Konflikte
führten zu blutigen Auseinandersetzungen
in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina.
- April 1992 Im Rahmen einer neuen Verfassung schlossen sich Serbien und Montenegro zur Bundesrepublik Serbien und Montenegro zusammen. Gestützt auf Freiwilligenverbände serbischer
Nationalisten ([Neo-]Cetnici) sowie die ehemalige Bundesarmee (JVA), wurde die Politik der ethnischen
Entflechtung und Homogenisierung in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina mit militärischen Mitteln verstärkt.
Deshalb blieb die internationale Anerkennung bis Frühjahr 1996 aus. Der neue Staat ist bis dahin
international isoliert (UNO-Ausschluss; verschärfte Sanktionen). Wegen der brutalen Vertreibungen
und Kriegsverbrechen an der nicht serbischen Zivilbevölkerung beschlossen die UN 1993 die Errichtung
eines Kriegsverbrechertribunals für Serbien und Montenegro in Den Haag.
Im Abkommen von Dayton (1995) musste der serbische Präsident Milosevic (1989-97; bis 2000 Präs. von
Serbien und Montenegro) nach internationalem Druck alle
großserbischen Ambitionen aufgeben.
- Die mangelnde Einhaltung der Menschen- und Minderheitenrechte (besonders im Kosovo und in der Wojwodina)
führte immer wieder zu Spannungen, auch zwischen Serbien und Montenegro (verschärft 1998/99).
- Ab 1998 eskalierten die nationalen Gegensätze im Kosovo zum Bürgerkrieg (massive Vertreibungen) und
zu einer internationalen Krise.
- 1999 NATO-Militäraktion.
- 2000 Nach Wahl von V. Kostunica zum Präsidenten Volksaufstand und Sturz Milosevics (2001 verhaftet).
Neubildung der Regierung, auch in Serbien (Z. Djindjic).
Wiederaufnahme Serbien und Montenegros als Vollmitglied in UNO und OSZE.
- Seit 1998 Spannungen zwischen Serbien und Montenegro.
- 2001 einigten sich Serbien und Montenegro und Makedonien über den seit 1991 strittigen Grenzverlauf.
- 2002 Vertrag über die Neugestaltung der Zukunft des jugoslawischen Staatenbundes, der nach
Verfassungsreform Serbien und Montenegro heißen soll und eine völlige Unabhängigkeit
beider Republiken frühestens nach Ablauf von drei Jahren ermöglicht.
- 2003 Die Bundesrepublik Serbien und Montenegro wurde zur Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro.
- Im Rahmen einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes hat dieses klargestellt, dass die Republik Serbien und Montenegro als Rechtsnachfolger der Bundesrepublik Jugoslawien angesehen werden kann.
- 12.03.2003 Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic wird in Belgrad ermordet.
- Präsident von Serbien und Montenegro: Svetozar Marovic (DPS), Amtsantritt 07.03.2003
amtierender Präsident der Republik Serbien: Parlamentspräsident Predrag Markovic (G17), Amtsantritt 04.03.2004
Präsident der Republik Montenegro: Filip Vujanovic (DPS), Amtsantritt 22.05.2003.
- Serbien und Montenegro: Vorsitzender des Ministerrats ist Präsident Svetozar Marovic (DPS), Amtsantritt 07.03.2003
Republik Serbien: Ministerpräsident Vojislav Kostunica (DSS), Amtsantritt 03.03.2004
Republik Montenegro: Ministerpräsident Milo Djukanovic (DPS), Amtsantritt 26.11.2002.
- 27.06.2004
Beitrag im "Stern" zur Situation des Staatenbundes.
- 27.06.2004 In Serbien wird der Reformpolitiker Boris Tadic zum neuen Staatspräsidenten gewählt.
- 3. Juni 2006 - formale Unabhängigkeitserklärung durch das montenegrinische Parlament.
Es gibt somit die beiden unabhängigen Staaten Serbien und Montenegro.
Am 15. Juni 2006 erfolgte die Anerkennung durch die Republik Serbien.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.