Iran
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Staatsangehörigkeitsschlüssel "439"
Kraftfahrzeugkennzeichen "IR" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "IR / IRN"

Iran
(früher Persien)
Islamische Republik in Vorderasien, 1648000 km2, 76,4 Mio. Einwohner.
Hauptstadt Teheran; Amtssprache: Persisch (Farsi).
Verfassung:
- Nach der Verfassung von 1979 (geändert 1989) ist Iran eine islamische Republik mit Präsidialsystem. Nominell höchste Instanz ist der Führer der
islamischen Revolution und Stellvertreter des Imam. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der Präsident (auf 4 Jahre direkt gewählt); Einkammerparlament; Gesetze bedürfen der Zustimmung des Wächterrates. Verwaltungsgliederungliederung: 28 Provinzen.
Landeskunde:
- Iran erstreckt sich vom Armenischen Hochland und dem Ostrand
Mesopotamiens zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf über den größten
Teil des Iran. Hochland, an den Rändern gebirgig (Elburs 5671 m, Zagrosgebirge über
4500 m); im Innern abflusslos, mit Wüsten, Seen, Sümpfen. Klima: binnenländisch,
trocken; am Kaspischen Meer fruchtbarer Küstenstrich.
Bevölkerung:
- Über 51 % Perser, daneben Kurden, Aserbaidschaner, Turkmenen,
Araber, Belutschen, Armenier. Staatsreligion: schiitischer Islam. Als religiöse
Minderheiten anerkannt: Christen, Juden, Parsen.
Wirtschaft und Verkehr:
- Mehr als 50 % Irans sind Ödland. Anbau (zum Teil mit künstlicher
Bewässerung): Weizen, Gerste, Reis, Datteln, Zuckerrüben, Baumwolle; Viehzucht in
Steppengebieten. Im Südwesten reiche Erdölförderung (Erdölvorkommen werden auf 8
% der Weltreserven geschätzt). Nach dem Krieg mit Irak (1980-88) wurde Iran wieder
das viertwichtigste Förderland der Erde. Alle Erdöl- und Erdgasfelder (zweitgrößtes
Erdgasvorkommen der Welt) sind heute staatlich. Vorkommen von Kohle, Eisen, NE-
Metallen, Salz. Textilindustrie (Teppichknüpferei); Nahrungsmittel-, Baustoff-,
chemische, Metall- u. a. Industrie; Erdölraffinerien (Abadan), Ausfuhr: Erdöl,
Baumwolle, Teppiche, Früchte, Häute u. a. Haupthandelspartner: Deutschland, Japan,
Türkei. Haupthäfen: Bender Abbas, Buschehr, Bender Khomeini, Khorramshar und
Abadan. Erdölleitungen nach Abadan und zu den Häfen am Persischen Golf, v. a. zur
Insel Charg; internationaler Flughafen Teheran, Bender Abbas und Schiras.
Geschichte:
- 1. Jt. v. Chr. Siedlung iranischer Stämme
-
550 v. Chr. Der Perserkönig Kyros d. Gr. besiegt die Meder; mit seinen Siegen über die
Lyder (546 v. Chr.) unter Krösus und der Eroberung Babylons (539 v. Chr.) begründet
er das persische Großreich
-
500 v. Chr. Beginn der Perserkriege gegen die griechischen Staaten
-
331 v. Chr. Alexander d. Gr. beseitigt das Perserreich
-
323-240 v. Chr. Persien ist Teil des Seleukidenreiches
-
240 v. Chr. bis 224 n. Chr. Herrschaft der Parther
-
224-642/651 Herrschaft der Sassaniden
-
642 Schlacht von Nehawend, die Araber unterwerfen das Perserreich, Beginn der
Islamisierung
-
8. Jh.-13. Jh. Unter dem Abbasidenkalifat Entstehung versch. Lokaldynastien
(Tahiriden, Samaniden, Bujiden, Ghasnawiden u. a.)
-
1220 und 1256 Mongol. Eroberung, anschließend Herrschaft der Ilchane
-
1501 Ismail I. begründet die Dynastie der Safawiden (bis 1722); er erobert Armenien
und Mesopotamien
-
1588-1629 Höhepunkt des persischen Safawidenreiches unter Schah Abbas I., d. Gr., der die
Hauptstadt 1598 nach Isfahan verlegt
-
1794 Dynastie der turkmen. Kadjaren gelangt zur Macht, (Hauptstadt Teheran); Verlust
Georgiens an Russland zw. 1801 und 1810
-
19. Jh. Persien verliert Armenien und Teile Aserbaidschans an Russland (1813, 1828),
kann aber seine Unabhängigkeit wahren
-
1921 Staatsstreich von Resa Khan, der 1925 die Kadjarendynastie beseitigt und sich
als Resa Pahlewi vom Parlament zum Schah wählen lässt
-
1935 Iran wird amtlicher Name des Staates
-
1941 Besetzung durch brit., amerikan. und sowjet. Truppen, Resa Schah wird zum
Rücktritt gezwungen, Nachfolger wird sein Sohn Mohammed Resa Pahlewi
-
1960 Beginn der weißen Revolution (Reformen)
- 1975 Grenzabkommen mit Irak bezüglich des Schatt el-Arab
- 1978 Blutige Unruhen, Proteste gegen die Schah-Regierung unter Führung der islamischen
Geistlichkeit (Ajatollah Khomeini)
-
1979 Der Schah verlässt Iran, Khomeini ruft nach seiner Rückkehr aus dem Exil
(Februar) eine islamische Republik aus (1. 4.) und wird als Führer der Nation
bestimmende politische Figur. Säuberungen besonders in Verwaltung und Armee durch
Revolutionsgerichte
-
1980 Der Irak greift Iran an (1. Golfkrieg)
-
1988 Waffenstillstand
-
1989 Tod Khomeinis, A. A. Rafsandjani wird Staatspräsident, A. Khamenei geistliches
Oberhaupt; starker Einfluss der islamischen Geistlichkeit
-
1997 S. M. Khatami wird Staatspräsident; er leitet gegen den Widerstand konservativer
Kräfte eine vorsichtige Annäherung an den Westen und innenpolitische Reformen ein
-
1998 Nach der Ermordung iranischer Diplomaten im nordafghanischen Mazar-i Scharif kommt es
zu schweren Spannungen zwischen dem afghanischen Talibanregime und Iran
-
1999 Ein verschärftes Pressegesetz und das Verbot von Zeitungen führen im Juli zu
student. Massenprotesten
-
2000 Im Februar Sieg der Reformkräfte bei den Parlamentswahlen
-
2001 Wiederwahl Khatamis als Staatspräsident
-
2003 Spannungen mit den USA.
U.a. wirft die US-Regierung dem Iran den Bruch des Atomwaffensperrvertrages vor.
Iran will jedoch trotzdem sein Atomprogramm fortsetzen.
Entspannung im Streit um das Atomprogramm.
18.12.03: Iran erlaubt verstärkte Atomkontrollen.
- Bei den Parlamentswahlen zur "7.Madjlis" vom 20.02.2004 und den Nachwahlen am 07.05.2004 haben die Konservativen 195 der 290 Parlamentssitze gewinnen können. Nur rund 40 Sitze gingen an Reformer, die restlichen Sitze gingen an Unabhängige und Vertreter der religiösen Minoritäten. Das neue Parlament konstituiert sich am 27.05.2004. Den Wahlen war eine massive Ablehnung von überwiegend reformorientierten Kandidaten seitens des konservativen Wächterrates vorausgegangen.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.