Irak
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "438"
Kraftfahrzeugkennzeichen "IRQ" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "IQ / IRQ"

Irak
Republik in Vorderasien, 438317 km2, 22,68 Mio. Einwohner.
Hauptstadt Bagdad. Amtssprache: Arabisch.
Verfassung:
- Nach der Verfassung von 1968 (seit 1970 in Kraft, 1995 geändert) war der
Revolutionäre Kommandorat (RCC) höchstes Staatsorgan mit Exekutiv- und
Legislativbefugnissen. Staatsoberhaupt, Vorsitzender des RCC und Oberbefehlshaber
der Streitkräfte war der mit weit reichenden Vollmachten ausgestattete Präsident (direkt
gewählt). Legislative Funktionen übten der RCC und die Nationalversammlung (250
Abgeordnete) aus. Führende Partei war die
Baath-Partei. Verwaltungsgliederung: 18
Provinzen, davon 3 in der autonomen
kurdischen Region.
Landeskunde:
- Irak erstreckt sich vom Taurus und Zagrosgebirge bis zum Persischen
Golf und umfasst den Großteil von Mesopotamien; im Norden Gebirge (Anbau in
Tälern), im Westen Wüste. Kontinentales Klima: Sommer trockenheiß, Winter häufig
kalt, Winterregen.
Bevölkerung:
- Meist Araber, daneben Kurden, Türken, Iraner u. a. Hohe
Sterblichkeitsrate. Religion: rund 96 % Muslime,
mehrheitlich (über 60 %) Schiiten. Die politisch
herrschenden Eliten rekrutierten sich aber vor allem aus dem Kreis der
Sunniten.
Im Irak liegen wichtige heilige Städte der Schiiten.
Hintergründe zu den ethnisch und religiös sehr unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Wirtschaft und Verkehr:
- Im bewässerten Stromtiefland Landbau (Weizen, Gerste, Reis, Mais,
Datteln, Baumwolle, Sesam, Mungobohnen), in den Steppen Wanderviehzucht.
Bedeutende Erdölgewinnung besonders im Norden; Rohrleitungen (zum Teil zerstört)
nach den Mittelmeerhäfen. Raffinerien, Zement-, Textil- u. a. Industrie.
Hauptausfuhr: Erdöl, Datteln, Wolle. Unter anderem Erdölvorkommen im Nordirak (Ölfelder von Kirkuk und Mossul).
Die Wirtschaft ist durch die UN-Sanktionen nach dem 2. Golfkrieg
stark beeinträchtigt. Eisenbahnhauptlinie: Basra-Bagdad-Mosul. Nach Beginn des Öl-für-Nahrungsmittel-Programms
war nicht mehr Basra, sondern Umm Kasr der wichtigste Seehafen, vor allem für den Import. Internationaler
Flughafen bei Bagdad und Basra.
Geschichte:
- Im 7. Jahrhundert eroberten die Araber dieses Gebiet;
-
750-1258 Kernland des Abbasidenreichs (Zentrum Bagdad seit 762), war es
-
1638-1918 Teil des Osmanischen Reichs und
-
1920-30 britisches Mandatsgebiet (seit 1921 Königreich).
-
1932 erhielt Irak die volle Unabhängigkeit, blieb aber Großbritanniens Verbündeter.
-
1945 war Irak Mitgründer der Arabischen Liga,
-
1955 des Bagdadpakts;
-
1958 mit Jordanien zur Arabischen Föderation zusammengeschlossen.
Durch eine nationalistische Revolution wurde am -
14. 7. 1958 die Monarchie gestürzt und die Arabische Föderation für aufgelöst erklärt.
-
1959 Austritt aus dem Bagdadpakt.
-
1980-88 Krieg mit Iran (1. Golfkrieg).
-
1990 führte die militärische Besetzung von Kuwait zum 2. Golfkrieg und zur Niederlage
Iraks gegen eine von den USA geführte internationale
Streitmacht, gefolgt von inneren Unruhen (Aufstände der Kurden im Norden und der Schiiten
im Süden). Auseinandersetzungen um die in den Waffenstillstandsbedingungen festgelegten
UN-Abrüstungsinspektionen und die Einhaltung von Flugverbotszonen durch die
irakische Regierung lösten wiederholt schwere Krisen und wachsende Spannungen
insbesondere mit den USA aus (mehrfach zwischen 1996 und 2002 amerikanisch-britische
Luftschläge gegen irakische Stellungen). Die UN-Sanktionspolitik gegen Irak
seit 1990 (2002 z. T. gelockert) hatte eine schwere Versorgungskrise zur Folge.
Staatspräsident von 1979 - 2003 Saddam Hussein.
-
20.03.2003: Beginn des 3. Golfkrieg.
- 13.12.2003: Saddam Hussein wird durch US-Truppen festgenommen.
- 2004: Der 3. Golfkrieg ist zwar beendet, doch ist der Frieden im Irak noch nicht eingekehrt.
- 06/2004: Ghasi al-Jawer wird Interimspräsident und Ajad Allawi Ministerpräsident der Interimsregierung.
- 04/2005: Das Parlament wählt den Kurdenführer Jalal Talabani zum neuen Staatspräsidenten.
- 05/2005: Der Schiite Dr. Ibrahim al-Jaafari wird als erster demokratisch gewählter Ministerpräsident vereidigt.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.