Ghana
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "238"
Kraftfahrzeugkennzeichen "GH" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "GH / GHA"

Ghana
Republik in Westafrika; 238537 km2, 19,53 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Accra, Amtssprache: Englisch.
Verfassung:
- Neue Verfassung von 1992. Die drei Gewalten sind von einander getrennt; die Regierung ist dem Parlament verantwortlich. Die richterliche Gewalt ist laut Verfassung unabhängig; Justizminister und Generalstaatsanwalt (Attorney General) sind in einem Amt verbunden.
Landeskunde:
- Hinter der flachen, sandigen, feuchtheißen Küste erhebt sich das dicht bewaldete, bis 900 m hohe Hochland von Ashanti, die Hauptpflanzungszone, der sich nach Norden Feucht- und Trockensavannen anschließen. Wichtigster Fluss ist der Volta. Die Niederschläge nehmen von Süden (zwei Regenzeiten) nach Norden (eine Regenzeit) rasch ab.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung gehört verschiedenen Völkern an (Fanti, Ewe, Ashanti u. a.). Sie ist zu 60% christlich, 16% sind Muslime, der Rest Anhänger von Naturreligionen. Neben der Amtssprache Englisch werden noch über 70 Stammessprachen gesprochen. Die Analphabetenrate liegt bei rund 30%. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungswachstum ist mit 2,9% noch recht hoch.
Wirtschaft und Verkehr:
- Tropische Pflanzungswirtschaft, in der über die Hälfte der Bevölkerung beschäftigt ist. Liefert vor allem Kakao, ferner Bananen, Mais, Hirse, Yamswurzeln, Maniok, Naturkautschuk, Südfrüchte und Gemüse. Die Wälder erbringen Mahagoni u. a. Edelhölzer. Viehzucht. Gut entwickelte Fischerei (Makrelen, Thunfische, Heringe und Sardinen). Vorkommen von Gold, Mangan, Diamanten und Bauxit, sowie Erdöl und Erdgas. Noch vor dem Kakaoexport (rund 24% des Ausfuhrwerts) stehen Bergbauprodukte (vor allem Gold mit 33% des Ausfuhrwerts) an erster Stelle. Die Industrie ist nur wenig entwickelt. Sie umfasst Nahrungsmittelerzeugung, Holzverarbeitung, Textil- und chemische Industrie. Bei Akosombo wurde 1966 der Volta-Stausee fertig gestellt. Wichtigste Außenhandelspartner sind die EU-Länder.
- Das recht gut ausgebaute Verkehrsnetz konzentriert sich auf die Gebiete im Süden. Die Haupthäfen von Ghana sind Takoradi und Tema. Der internationale Flughafen von Accra wurde 1969 ausgebaut.
Geschichte:
- Seit dem 15. Jahrhundert trieben Europäer - zunächst Portugiesen, später vor allem Engländer - an dem westafrikanischen Küstenstrich, der später Goldküste genannt wurde, Sklaven- und Warenhandel.
- Um 1700 entstand im Hinterland der militärische Staatenbund der Ashanti.
- Um 1800 dehnte dieser seine Macht bis an die Küste aus.
- Anfang 19. Jh. kamen die englischen (privaten) Besitzungen an der Goldküste unter staatliche Gewalt.
- Bis 1872 erwarb Großbritannien die anderen europäischen Siedlungen für seine Kolonie.
- In sieben Kriegen zwischen 1826 und 1900 wurden die Ashanti unterworfen.
- Nach dem 1. Weltkrieg kam auch der westliche Teil der deutschen Kolonie Togo als Völkerbundsmandat (später als UN-Treuhandgebiet) unter britische Herrschaft. Der Süden (die eigentliche Goldküste) wurde als Kronkolonie, das Ashanti-Land und der Norden wurden als Protektorate verwaltet.
- Seit 1920 entstand eine moderne Nationalbewegung.
- 1949 Kwame Nkrumah ergriff mit der Convention People's Party (CPP) die Führung dieser Bewegung.
- 1951 Nach dem ersten CPP-Wahlsieg wurde Nkrumah Premierminister der ersten autonomen schwarzafrikanischen Regierung im Britischen Empire.
- 1957 erhielt das Land die Unabhängigkeit und nahm den Namen des alten Reiches Ghana an.
- Am 1. 7. 1960 wurde Ghana Republik, Nkrumah Präsident mit diktatorischen Vollmachten.
- 1966 wurde Nkrumah von Offizieren gestürzt. Seither wurde Ghana fast stets von wechselnden Militärgruppen beherrscht; parlamentarische Regierungen bestanden nur 1969-1972 und 1979-1981. Militärmachthaber war seit 1981 Hauptmann J. Rawlings.
- 1991 leitete Rawlings demokratische Reformen ein.
- 1992 stimmte die Bevölkerung per Referendum einer neuen Verfassung zu. Rawlings wurde bei Präsidentschaftswahlen im Amt bestätigt. Bei ebenfalls durchgeführten Parlamentswahlen, die unter dem Boykott der Opposition stattfanden, erzielte die Partei des Präsidenten, der National Democratic Congress (NDC), einen überwältigenden Sieg.
- 1993 Bei seiner Amtseinführung proklamierte Rawlings die IV. Republik und verfolgte in Zusammenarbeit mit dem IWF eine konsequente Strukturanpassungspolitik.
- 1996 Die abgehaltenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gewannen erneut Rawlings und der NDC. Die Stabilisierung der demokratischen Ordnung verbesserte die Beziehungen zu den westlichen Industriestaaten.
- 2000 Bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen konnte die Oppositionspartei New Patriotic Party (NPP) den NDC in der politischen Führung des Landes ablösen. Der NPP-Kandidat J. A. Kufuor wurde zum neuen Staatspräsidenten gewählt.
- 7.1.2001 John A. Kufuor wurde als Nachfolger Rawlings in das Präsidentenamt eingeführt.
- 12/2004 Wiederwahl von Kufuor.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
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Deutschlands in diesem Land.