Georgien
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "430"
Kraftfahrzeugkennzeichen "GE" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "GE /GEO"

Georgien
Republik in Südwestasien.
69700 km2, 5,43 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Tiflis; Amtssprache: Georgisch.
Verfassung
- Die Verfassung wurde am 24.08.1995 und am 06.02.2004 wesentlich geändert. Neben dem Staatspräsidenten steht jetzt ein Premierminister in der Regierungsverantwortung Die Verfassung sichert aber dem Parlament nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie bekennt sich zu den Grund- und Menschenrechten einschließlich der Meinungs- und Pressefreiheit.
Landeskunde:
- Georgien liegt im Westen Transkaukasiens (Südwestasien), zwischen Kaukasus und Kleinem Kaukasus, am Schwarzen Meer. Es ist ein Gebirgsland (etwa 50 % des Landes liegen über 1 000 m). Im Norden Großer Kaukasus, im Süden Kleiner Kaukasus und Ararathochland. Feucht-subtropisches Klima mit nach Osten zunehmender Kontinentalität; weitgehend Steppe.
Bevölkerung:
- Die Bevölkerung besteht zu 72% aus Georgiern, 8% Armeniern, 6% Russen und 5% Aserbaidschanern. Ein Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum orthodoxen Christentum, 11% sind Muslime.
Wirtschaft und Verkehr:
- Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig. Angebaut werden Tee, Zitrusfrüchte, Tabak, Wein nahe der Schwarzmeerküste; Seidenraupenzucht. Bergbau auf Steinkohle, Mangan, Zink und Eisen. Nahrungs-, Genussmittel- u. a. Industrie. In Batumi Erdölverarbeitung. Fremdenverkehr gibt es vor allem an der Schwarzmeerküste. Dieser ist durch den Bürgerkrieg beeinträchtigt.
- Das Verkehrsnetz ist noch unzureichend ausgebaut. Die Eisenbahn mit ihrem 1580 km langen Schienennetz ist der wichtigste Verkehrsträger. Batumi und Poti sind die wichtigsten Schwarzmeerhäfen. In Tiflis gibt es einen internationalen Flughafen.
Geschichte:
- Auf dem Territorium Georgiens existierten schon im Altertum Reiche (Kolchis im Westen, Iberien im Osten).
- Im 4. Jahrhundert wurde Georgien christlich und erlebte unter der Dynastie der Bagratiden (9. bis Anfang 19. Jahrhundert) im 12. und 13. Jahrhundert seine Blütezeit.
- 1783 Protektoratsabkommen mit Russland.
- 1801 Annektion durch Russland.
- 1918-21 unabhängige Republik.
- 1921 eroberte die Rote Armee Georgien binnen eines Monats und wandelten es in die Grusinische SSR um (zwischenzeitlich zur Transkaukasischen SSR gehörend).
- Am 9.4.1991 erklärte die Republik ihre Unabhängigkeit.
- Die territoriale Gliederung des Landes (Zentral- / Bundesstaat) bleibt bis zur Abhaltung freier Wahlen in Abchasien und Südossetien offen. Abchasien, Adscharien und Südossetien verfügten zu Zeiten der Sowjetunion über einen autonomen Status mit weitgehenden Selbstverwaltungsrechten. Als 1990 georgisch-nationale, anti-sowjetische Kräfte (Gamsachurdia) die Autonomie der Minderheiten in Frage stellten, kam es in Südossetien und Abchasien zu zunehmenden Spannungen. Bewaffnete Auseinandersetzungen führten schließlich zu einer Sezession der beiden Landesteile, die jedoch von der internationalen Staatengemeinschaft einschließlich Deutschland nicht anerkannt wird. Insbesondere in Abchasien führten die Kämpfe zu Flucht und Vertreibung der georgischen Bevölkerung. Georgien muss seitdem mit dem Schicksal von ca. 260.000 Binnenflüchtlingen fertig werden.
- 1992 Der erste frei gewählte Präsident S. Gamsachurdia wurde gestürzt. Neues Staatsoberhaupt (Parlamentspräsident) wurde der frühere sowjetische Außenminister E. Schewardnadse.
- 1992 vereinbarten Georgier und Südosseten einen Waffenstillstand.
- 1993 Eine Erhebung der Anhänger Gamsachurdias verschärfte die innenpolitische Situation. Um seine Macht zu erhalten, verkündete Schewardnadse den Beitritt Georgiens zur GUS und nahm russische Militärhilfe in Anspruch.
- 1994 einigte man sich mit Abchasien auf ein Waffenstillstandsabkommen.
- 1995 wurde Schewardnadse auf der Basis einer neuen Verfassung (präsidiale Republik) zum Staatspräsidenten gewählt (Wiederwahl 2000).
- 1999 Parlamentswahlen gewann die von ihm geführte Bürgerunion. Hauptproblem der Innenpolitik blieben die Sezessionsbestrebungen Abchasiens und Südossetiens.
- 2003 brach wegen Manipulationen bei den Parlamentswahlen ein Machtkampf zwischen Regierung und Opposition aus, der nach mehrwöchigen unblutigen Demonstrationen schließlich zum Rücktritt von Schewardnadse führte.
- 2004 Micheil Saakaschwili, Führer der Partei Nationale Bewegung, wurde zum neuen Staatspräsidenten gewählt; die Nationale Bewegung stärkste Kraft im Parlament und Surab Schwania Premierminister.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.