Gambia
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "237"
Kraftfahrzeugkennzeichen "WAG" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "GM / GMB"

Gambia
Republik in Westafrika; ca. 11.300 km2, ca. 1,6 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Banjul, Amtssprache: Englisch.
Verfassung:
- Verfassung von 1997. Präsidialrepublik mit starker Stellung des direkt gewählten Staatspräsidenten. Das in fünf Bezirke und kreisfreie Städte eingeteilte Land wird zentral verwaltet. Die Umsetzung der ursprünglich in der neuen Verfassung vorgesehenen Dezentralisierung ist gegenwärtig noch in der Schwebe.
Landeskunde:
- Das Land zieht sich als schmaler Streifen beiderseits des Flusses Gambia 320 km landeinwärts. Flachwellige Oberflächenform, die zumeist von Savanne, Sumpfland und einigen Wäldern bedeckt ist. Wechselfeuchter Klimabereich am Rand der Tropen.
Bevölkerung:
- Überwiegend islamische Bevölkerung (über 90 %). Ansonsten Animisten (Animismus = Glaube, dass alle Dinge und Naturerscheinungen eine Seele besitzen) und Christen (ca. 45.000) zumeist katholisch, aber auch methodistisch, baptistisch, anglikanisch. Die Bevölkerung gehört größtenteils zu den westafrikanischen Völkerstämmen der Malinke, Fulbe, Wolof und Diola. Jährliches Bevölkerungswachstum von 4,0% (eine der weltweit höchsten Raten). Analphabetenrate liegt bei rund 65%.
Wirtschaft und Verkehr:
- Hauptwirtschaftszweige sind der Fremdenverkehr und die Landwirtschaft. Hauptsächlich geschälte Erdnüsse, Erdnussöl und Ölkuchen für den Export. Zweitwichtigstes Ausfuhrprodukt ist die Baumwolle. Reis, Hirse, Mais, Bananen u.a. werden für den Eigenbedarf angebaut. Fischereiwirtschaft nimmt an Bedeutung zu. Sie liefert Exportüberschüsse. Die Industrie ist noch wenig entwickelt.
- Hauptverkehrsweg ist der Fluss Gambia. Die Hauptstadt Banjul verfügt über einen Tiefseehafen und den einzigen Flughafen des Landes.
Geschichte:
- 4. Jahrhundert vor Christus - Kontakte zwischen Karthago und der Küste Gambias.
- 5./6. Jahrhundert nach Christus - Gambia gehört zum großen afrikanischen Reich der Serrahule.
- bis 8. Jahrhundert - Entstehen mehrerer Stammeskönigreiche (Tekrour, Wolof, Serer).
- 10./11. Jahrhundert - Gambia wird Teil des Reiches Ghana.
- 11. Jahrhundert - Vordringen des Islam.
- 13./14. Jahrhundert - Gambia ist Teil des großen Mali-Reiches.
- Mitte des 15. Jahrhundert - Die Küste Gambias wird von Portugiesen entdeckt.
- 1588-1752 Englische und französische Kaufleute kämpfen um die Handelsvollmacht an der Gambia-Mündung.
- 1765 Diese wird britisch und zusammen mit dem Senegal als Kolonie Senegambien verwaltet.
- 1807 Senegal kommt zu Frankreich, während Gambia britischer Besitz bleibt und 1821 Sierra Leone unterstellt wird.
- 1843-1902 Gambia wird britische Kronkolonie.
- 1965 Gambia wird unabhängig.
- 1970 Nach Volksabstimmung wird Gambia Republik im Verband des Commonwealth.
- 1970 Durch die neue Verfassung wird das Land präsidiale Republik. Staatspräsident bzw. Regierungschef wird Sir D. K. Jawara, Führer der "People's Progressive Party" (PPP). Korruption, steigende Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und Auswüchse des modernen Tourismus schaffen ein Klima der Unzufriedenheit.
- 1981 Sozialistische Putschversuche. Diese können nur mit Hilfe senegalesischer Truppen niedergeschlagen werden.
- 1982 Diese Abhängigkeit beschleunigt den schon lange geplanten Zusammenschluss der beiden Staaten zu der Konföderation Senegambia.
- Diese Konföderation besteht bis 1989.
- 1994 Militärputsch unter Anführung des damaligen Leutnant Yahya A.J.J. Jammeh führt zum Sturz von Jawara.
- 1996 Die Bevölkerung stimmt in einem Referendum einer neuen Verfassung zu. Im gleichen Jahr wirde Jammeh zum zivilen Präsidenten gewählt.
- 1997 Inkrafttreten einer neuen Verfassung. Yahya Jammeh wird dadurch auch Regierungschef.
- 2001 Bei den Präsidentschaftswahlen wird der bisherige Amtsinhaber Jammeh wiedergewählt.
- 2002 Durchführung von Parlamentswahlen. Die größte Oppositionspartei UDP boykottiert diese Wahlen.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.