China
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "479"
Kraftfahrzeugkennzeichen "VR" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "CN / CHN"

China
Volksrepublik in Ost-Asien, rd. 9,6 Mio. km2, 1,27 Mrd. Einwohner.
Der drittgrößte, jedoch volkreichste Staat der Erde.
Hauptstadt: Peking. Amtssprache: Chinesisch.
Verfassung:
- Nach der Verfassung von 1982 (mehrfach, zuletzt 1999, modifiziert) ist
China eine sozialistische Volksrepublik mit Einparteiensystem. Höchstes Organ ist der indirekt
gewählte Nationale Volkskongress. Er überträgt die laufenden Geschäfte einem Ständigen Ausschuss.
Der Präsident als Staatsoberhaupt (vom Nationalen Volkskongress gewählt) nimmt im
Wesentlichen repräsentative Aufgaben wahr. Die vollziehende Gewalt liegt beim
Staatsrat unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Die führende Rolle fällt der Kommunistischen
Partei Chinas und ihrem ZK zu.
Verwaltungseinteilung in 22 Provinzen: Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guizhou, Hainan,
Hebei, Heilongjiang, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Qinghai,
Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang.
5 autonome Regionen: Guangxi Zhuang, Innere Mongolei, Ningxia Hui, Sinkiang (Xinjiang), Tibet.
4 regierungsunmittelbare Städte: Peking, Schanghai, Tientsin, Chongqing.
Sonderverwaltungsregionen: Hongkong und Macao.
Landeskunde:
- China reicht vom südlichen Festlandsteil Ost-Asiens (ohne Hinterindien)
bis zum Pamir im Westen, im Norden bis zum Amur; es ist vorwiegend gebirgig: im Westen
das Hochland von Tibet mit seinen Randgebirgen (Kunlun, über 7000 m); nördlich davon das
Tarimbecken, anschließend der Tienshan. Im lössbedeckten Nord-China fällt das Hochland
stufenförmig zur Großen Ebene (am unteren Hwangho und Jangtsekiang) ab.
Das Südchinesische Bergland hat meist Mittelgebirgshöhen.
Hauptströme: Hwangho, Jangtsekiang, Xi Jiang.
Das Klima ist in der Mandschurei und der Inneren Mongolei winterkalt, im Innern Wüstenklima, in den
südlichen Küstenzonen tropisch feucht. Starke jahreszeitliche Temperaturschwankungen.
An der Küste treten Taifune auf. Reichliche Niederschläge im Süden und Süd-Osten.
Bevölkerung:
- Über 90 % Chinesen (Han), daneben Turkvölker (Sinkiang), Mongolen,
Tibeter u. a. Der Osten und Süden sind sehr dicht (1 000 bis 2000 Ew. je km2), die großen Gebiete
im Westen spärlich besiedelt.
Religion: Nach Schätzungen sind rund 70% der Bevölkerung religionslos, rd. 20 % bekennen sich
zum Daoismus und den traditionellen chin. Volksreligionen, rd. 6 % zum Buddhismus
(in Tibet sowie Nordwest- und Nordost-China); daneben rd. 20 Mio. Muslime (in Nordwest-China)
und 20-28 Mio. Christen (je etwa zur Hälfte Katholiken und Protestanten).
Wirtschaft und Verkehr:
- Die Wirtschaft, die seit Ausrufung der Volksrepublik 1949
im Zeichen der Sozialisierung und Kollektivierung stand, befindet sich seit Ende der
70er-Jahre in einem Wandel (u. a. Auffächerung der Eigentumsstruktur). In der
Landwirtschaft ist die (verdeckte) Privatisierung am stärksten vorangeschritten.
In den 90er-Jahren bedeutender wirtschaftlicher Aufschwung durch Einführung
marktwirtschaftlicher Elemente, v. a. in den exportorientierten Wirtschaftssonderzonen
(Shenzhen, Zhuhai, Xiamen, Shantou, Insel Hainan an der Süd-Küste) und den speziellen Industrieparks
(u. a. Pudong in Schanghai oder Suzhou); enge wirtschaftl. Verflechtung zwischen Hongkong und der südchinesischen Provinz Guangdong (besonders Shenzhen);
2001 offizielle Aufnahme in die WTO (Welthandelsorganisation). Haupterzeugnisse:
Reis, Sojabohnen, Baumwolle, Weizen, Mais, Tee; Viehzucht (bes. Rinder-, Schweinehaltung);
Seidenraupenzucht; Fischerei. Industrialisierung mithilfe von Fünfjahresplänen (seit 1953).
Auslandsunternehmen und ausländ. Technologie tragen zur Modernisierung der chin. Industrie bei,
v. a. in der Elektronik-, Maschinenbau-, Automobil-, Chemie- und Textilindustrie.
Grundlagen der Industrialisierung sind die Bodenschätze (Steinkohle, Erdöl, Erdgas, Eisenerz,
NE-Metalle) und die Wasserkraft (seit 1994 Bau des Drei-Schluchten-Staudammes am mittleren Jangtsekiang.
Ausfuhr: tierische Erzeugnisse, Sojabohnen, Tee, Seide, Textilien, Elektro-,
Maschinenbau- und chemische Erzeugnisse, Eisen und Stahl. Wichtigste Handelspartner
sind Japan, die USA, Taiwan, Süd-Korea und Deutschland.
Eisenbahn-, Straßen- und Luftverkehr im Ausbau; bed. sind Binnen- und Küstenschifffahrt, Haupthafen Schanghai, internat. Flughafen Peking, Schanghai, Hongkong, Kanton.
Geschichte:
- ca. 16. Jh. v. Chr. Beginn der histor. Epoche (Shang-Dynastie)
-
221 v. Chr. Ende der Periode der Streitenden Reiche, der Staat Qin eint China,
erster Qin-Kaiser ist Qin Shi Huangdi, Vereinheitlichung von Schrift, Maßen und Gewichten,
Kalender, Währung; Beginn des Baus der Chin. Mauer
-
202 v. Chr. bis 220 n. Chr. Han-Dynastie, Ausdehnung des chin. Machtbereichs,
v. a. nach Süden und Westen (Seidenstraße); der Konfuzianismus wird zur offiziellen
Weltanschauung erklärt; nach Aufständen geht die Macht an Heerführer über, die das
Land aufteilen (Zeit der Drei Reich«, bis 265 n. Chr.)
-
618-907 Tang-Dynastie, kulturelle Glanzzeit, Ausbau der Verwaltung
-
907-960 Zeit der Fünf Dynastien
-
960-1279 Song-Dynastie
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1271/79-1368 Mongolenherrschaft (Yuan-Dynastie); China kommt durch Marco Polo mit Europa in Berührung
-
1368-1644 Einheimische Ming-Dynastie, despotischer Absolutismus des chin. Kaisertums,
direkte Handelsbeziehungen mit europ. Staaten, Macao wird 1557 portugiesische Niederlassung,
Aufständische erobern Peking, der letzte Ming-Kaiser begeht Selbstmord
-
1644-1911/12 Qing-Dynastie (Mandschukaiser, eine Fremddynastie), gliedert die Mongolei ein,
Grenzverträge mit Russland (1689 und 1727), Eroberung von Tibet (1720) und
Ostturkestan (1758); Birma (1788), Vietnam (1789) und Nepal (1792) erkennen
ein Tributverhältnis zu China an, 1842 Niederlage im Opiumkrieg (Hongkong
wird an Großbritannien abgetreten), weitere ungleiche Verträge
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1844 mit Frankreich und den USA sowie mit Russland 1858 und 1860, weitgehende
Auflösung der Tributverhältnisse,
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1894/95 Niederlage im Krieg gegen Japan, Korea wird unabhängig, Formosa wird an Japan abgetreten,
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1897/98 erzwungene Verpachtungen von Port Arthur, Weihaiwei, Kiautschou und Kuangtschouwan an europ. Mächte,
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1900 Niederschlagung des Boxeraufstands durch ein europ.-jap.-amerikan. Expeditionskorps,
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1911 bürgerl.-demokrat. Revolution, Ausrufung der Republik durch Sun Yat-sen
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1912-1916 Herrschaft Yuan Shikais
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1916-1926 Zeit innerer Wirren, Herrschaft regionaler Militärmachthaber (Warlords)
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1926-1928 Chiang Kai-shek, General der Guomindang, eint China (Nationalregierung in Nanking),
unterdrückt seine ehem. Verbündeten, die Kommunisten; das führt zum Bürgerkrieg
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1931 Japan besetzt die Mandschurei und gründet mit Mandschukuo einen Satellitenstaat (1932, Pu Yi ab 1934 Kaiser)
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1934/35 Langer Marsch der Kommunisten, deren Führer Mao Zedong wird, nach Yan'an
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1937-1945 Chinesisch-Japanischer Krieg, nach Einnahme Nankings durch japanische Soldaten
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im Dez. 1937 Massaker an der Bevölkerung
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1947 Erneuter Bürgerkrieg zw. der kommunist. Volksarmee und der Guomindang
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1949 Sieg der Volksarmee, Gründung der VR China unter Führung Mao Zedongs in enger Zusammenarbeit mit der UdSSR (Vertrag 1950; 1980 gekündigt), Rückzug Chiang Kai-sheks nach Taiwan
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1950/51 Besetzung von Tibet
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1950-1953 Beteiligung am Koreakrieg zugunsten Nord-Koreas
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Seit 1956 Seit der Entstalinisierung in der UdSSR Konflikt zw. China und der UdSSR über
die Führung im Weltkommunismus
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1958-1961 Kampagne des Großen Sprungs nach vorn (Forcierung der Agrarrevolution durch
Volkskommunen, schwere Hungersnot mit Millionen von Toten)
- 1962 Indisch-Chinesischer Krieg um Ladakh
- 1964 Zündung einer chinesischen Atombombe
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1966-1969 Große Proletar. Kulturrevolution (Säuberung von Partei und Staat)
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1969 Wiederherstellung der Vormachtstellung der Kommunist. Partei, die durch die
Roten Garden (radikale Anhänger Mao Zedongs) erschüttert worden war; Nachwirkung der Kulturrevolution bis 1976
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1971 Die VR China wird UN-Mitglied und erhält Sitz und Stimme im Sicherheitsrat
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1976 Tod Mao Zedongs; Ausschaltung der ultralinken Führungsgruppe (Viererbande)
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ab 1977/78 Deng Xiaoping bestimmender Politiker in der VR China, leitet wirtschaftl. Öffnung ein
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1987 Li Peng wird Ministerpräsident
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1989 Blutige Niederschlagung der Studentendemonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking
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1993 Wahl Jiang Zemins (seit 1989 KP-Chef) zum Staatspräsidenten
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1997 Hongkong fällt an China zurück
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1998 Zhu Rongji wird Ministerpräsident
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1999 Rückgabe Macaus an China
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2001 Aufnahme in die WTO
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2002 Hu Jintao wird Generalsekretär des ZK der KP Chinas
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03/2003 Hu Jintao wird Staatspräsident und Wen Jiabao wird Ministerpräsident.
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.