Benin
Staatsangehörige dieses Staates benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum (Art. 1 Abs. 1 EUVisumVO, § 4 I AufenthG, § 15 AufenthV). Der Umfang der erlaubten Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Aufenthaltstitel (§ 4 Abs. 2 AufenthG).
Staatsangehörigkeitsschlüssel "229"
Kraftfahrzeugkennzeichen "DY" * ISO-Code-Kurzbezeichnung "BJ / BEN"

Benin
(bis 1975 Dahomey)
Republik in Westafrika, 112.622 km2, ca. 6,77 Mio. Einwohner.
Hauptstadt: Porto Novo; Amtssprache: Französisch.
Verfassung
- Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Achtung der Menschenrechte und Demokratie sind Kernelemente, auf denen die Verfassung von 1990 beruht. Parlamentarisches Präsidialsystem.
Landeskunde:
- Hinter der versumpften, feuchttropischen Küstenebene erhebt sich ein niedriger Teil der Oberguineaschwelle, der nach Norden zum Niger absinkt. Der Nordwesten wird von dem 658 m hohen Atakoragebirge eingenommen. Im Norden trockenes Süd-Sahel-Klima, im Süden tropisch-feucht.
Bevölkerung:
- Bevölkerungskonzentration im Süden des Landes. 43% leben in Städten. Am stärksten sind die Fon (39%) vertreten, gefolgt von den Yoruba. Im Norden wohnen Bariba, Fulbe u. a. Stämme. Es gibt über 40 verschiedene ethnische Gruppen. Die Analphabetenrate ist mit 61% noch ausgesprochen hoch.
Wirtschaft und Verkehr:
- Für den Eigenbedarf Maniok, Jamswurzeln, Hirse, Mais, Hülsenfrüchte und Süßkartoffeln. Die Nutzung der Ölpalme deckt die Fettversorgung der Bevölkerung und erbringt wichtige Palmprodukte für den Export. Wichtigstes Ausfuhrerzeugnis ist Baumwolle (Plantagenanbau). Die meisten Industriebetriebe verarbeiten landwirtschaftliche Produkte; das Handwerk ist noch stark vertreten und wird neben der Landwirtschaft betrieben.
- Wichtigste Eisenbahnlinie: Vom Haupthafen Cotonou nach Parakou im Landesinnern. Das Straßennetz ist nur zu einem kleinen Teil befestigt.
Geschichte:
- Im 17. Jh. entstand ein Königreich Dahomey im afrikanischen Binnenland. Die starke zentrale Macht der Könige stützte sich vor allem auf die Armee.
- Um 1720 dehnte sich das Reich bis zur Küste aus. Die Grundlage seines großen Reichtums bildete der Sklavenhandel mit europäischen Ländern (gegen Munition und Waffen).
- 1852 setzten sich Franzosen in Porto-Novo fest.
- 1894 eroberten sie trotz heftigen Widerstands das Land.
- 1899 wurde es zu einer Teilkolonie Französisch-Westafrikas.
- 1958 Nach einem Referendum wird Dahomey unter Premierminister Hubert Maga "Autonome Republik" innerhalb der Französischen Communauté.
- 1960 erhielt es die Unabhängigkeit.
- 1960-63 war H. Maga Präsident.
- 1963 Nach einem Volksaufstand im Oktober folgten unruhige Jahre (Regierungswechsel, Militärputsche und Verfassungsänderungen). Dahomey stand meist unter Militärherrschaft.
- 1972 Staatsstreich durch Major Mathieu Kérékou.
- 1974 wird der Marxismus-Leninismus zur Staatsideologie (Einparteiensystem, Verstaatlichungen).
- 1975 wird die Republik Dahomey in Volksrepublik Benin umbenannt und die Einheitspartei "Parti de la Révolution Populaire du Benin" (PRPB) gegründet. Das Regime des Präsidenten M. Kérékou verfolgte einen gemäßigten sozialistischen Kurs.
- 1990 Unruhen in der Bevölkerung aufgrund der katastrophalen Wirtschaftslage erzwingen die Abhaltung einer Nationalkonferenz unter Leitung des Erzbischofs de Souza. Die Nationalkonferenz ernennt den ehemaligen Exekutivdirektor der Weltbank, Nicéphore Soglo, zum Premierminister. Sie legt die Richtlinien eines demokratischen Neubeginns (Aufgabe der marxistisch-leninistischen Doktrin, Begründung einer Präsidialdemokratie, Zulassung politischer Parteien, Achtung der Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Marktwirtschaft) fest.
- 1990 Nach einem Referendum tritt die neue Verfassung in Kraft. Die Volksrepublik wurde zur Republik.
- 1991 Die Präsidentschaftswahlen gewann N. Soglo.
- 1996 / 2001 Diese Präsidentschaftswahlen gewann erneut M. Kérékou.
- 2004 Die Organisation "Freedom House" bescheinigt dem Land als einem von wenigen in Afrika volle politische Freiheit. Die Menschenrechtslage ist insgesamt zufriedenstellend (Benin ist im Jahresbericht 2004 von Amnesty International nicht erwähnt).
Quellen: wissen.de, Auswärtiges Amt, Wikipedia, Brockhaus u.a.
Diplomatische Vertretung
dieses Landes in Deutschland
Diplomatische Vertretung
Deutschlands in diesem Land.