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"Wired" berichtet über Sicherheitslücke

IT-Sicherheitsexperte knackt Reisepass-Chip

Seit Jahren warnt der Hildesheimer Computerexperte Lukas Grunwald vor Sicherheitslücken bei RFID-Funkchips, die auch im Ende 2005 eingeführten biometrischen   Reisepass verwendet werden. Durch die im Chip gespeicherten Daten ist der Pass nicht nur ohne Berühung computerlesbar, sondern soll auch besonders fälschungssicher sein. Doch Grunwald ist es offenbar gelungen, den RFID-Chip im Pass zumindest teilweise zu knacken. Das berichtet das US-Magazin "Wired", dem Grunwald seine Technik demonstrierte.

Der IT-Fachmann habe es mit handelsüblichen RFID-Lesegeräten und im Internet erhältlichen Informationen über den verwendeten Standard innnerhalb zwei Wochen geschafft, zunächst die auf dem Chip seines Passes gespeicherten Daten auszulesen und dann auf einen leeren Chip zu kopieren. "Das Ergebnis war ein leerer Pass, der für elektronische Pass-Leser genau wie das Original aussieht", schreibt "Wired".

Daten können geklont, aber nicht manipuliert werden

Das Erzeugen falscher Daten funktioniere zwar wegen des internen Sicherheitscodes der Daten nicht, aber so könnten reguläre Pässe kopiert und von anderen als den Besitzern benutzt werden, so "Wired". Zumindest so lange, wie sich die Kontrolleure nur auf ihr elektronisches Lesegerät verlassen und keinen Blick in die leere Passhülle werfen oder den Besitzer mit den gespeicherten Körpermerkmalen oder schlicht mit seinem Passfoto abgleichen.

Bisher dürfte der Blick aufs Passfoto jedoch in Deutschland die weitaus häufigste Überprüfung an den Grenzübergängen darstellen, denn die neuen elektronischen Lesegeräte werden erst nach und nach eingeführt.

Dennoch stärkt Grunwalds Entdeckung die Kritiker des neuen Passes. So hatte der Chaos Computer Club von Anfang an dessen Sicherheit bezweifelt und angekündigt, das auch unter Beweis stellen zu wollen.

Quelle: Extern tagesschau.de, 04.08.2006

 

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